15-Jähriger im Schrank: Mann war wegen Kinderpornografie auf Bewährung

Kindesmissbrauch

In Recklinghausen hat die Polizei während einer Kinderporno-Razzia einen 15-Jährigen im Schrank gefunden. Jetzt wurde bekannt: Der 44-jährige Verdächtige war bereits 2018 verurteilt worden.

Recklinghausen

23.12.2019, 15:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizeibeamte fanden bei einer Razzia Datenträger mit kinderpornografischen Inhalten und den 15 Jahre alten Marvin im Schrank. Der 44-jährige Täter wurde schon einmal auf Bewährung verurteilt.

Polizeibeamte fanden bei einer Razzia Datenträger mit kinderpornografischen Inhalten und den 15 Jahre alten Marvin im Schrank. Der 44-jährige Täter wurde schon einmal auf Bewährung verurteilt. © dpa

Im Fall des nach zwei Jahren wiederaufgetauchten Jugendlichen ist der verhaftete Mann schon im Jahr 2018 wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Bochum am Montag mit. Der heute 44-Jährige habe damals eine Freiheitsstrafe auf Bewährung erhalten.

Der seit über zwei Jahren vermisste Jugendliche war am vergangenen Freitag in der Wohnung eines 44-Jährigen in einem Schrank gefunden worden, als Ermittler diese nach Abbildungen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs durchsuchten. Der 15-Jährige, der ursprünglich aus einer Wohngruppe im benachbarten Oer-Erkenschwick verschwunden war, wurde zunächst in Gewahrsam genommen und dann in eine Klinik gebracht.

Es ist weiterhin unklar, wann der 15-Jährige wieder zurück zu seiner Mutter kann. „Die Entscheidung, was mit dem Jungen passiert, wird eine ärztliche sein und keine polizeiliche“, sagte ein Sprecher der Polizei am Montagmorgen.

Wohnung durchsucht und Datenträger beschlagnahmt

Gegen den 44 Jahre alten Verdächtigen wurde Haftbefehl wegen einer schwerwiegenden Sexualstraftat erlassen. Polizisten durchsuchten am Wochenende die Wohnung des Festgenommenen akribisch nach Beweismitteln wie Datenträgern. Die vollständige Auswertung werde noch einige Zeit dauern.

„Aus ermittlungstaktischen Gründen werden wir in den kommenden Tagen keine weiteren Einzelheiten dazu nennen, was sich auf den Datenträgern befindet und ob der Junge auch missbraucht wurde“, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

RND/dpa/msc

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