24-Jähriger verletzt Rapper lebensgefährlich - Oberschenkel mit Tritt gebrochen

dzLandgericht Bochum

Direkt vor dem Krankenhaus in Herne hatte ein 24-Jähriger einen Gangster-Rapper niedergestochen, brutal attackiert und lebensgefährlich verletzt. Dafür muss er nun ins Gefängnis.

Herne, Bochum

, 04.12.2019, 07:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Jahr nach einer lebensgefährlichen Messerattacke auf einen Gangster-Rap-Musiker aus Herne hat das Bochumer Schwurgericht am Dienstag einen 24-jährigen Aushilfsarbeiter verurteilt. Der Angeklagte hatte zugegeben, das spätere Opfer brutal attackiert zu haben. Tatort der Bluttat war ein Grünstreifen direkt vor dem Herner Marienhospital. Dafür muss er nun drei Jahre ins Gefängnis.

Am 26. November 2018 gegen 14 Uhr hatten sich der Angeklagte und ein bis heute flüchtiger Begleiter mit dem späteren Opfer getroffen. Anlass war offenbar ein Streit zwei Tage zuvor. Beide Männer wollten den Herner Rapper laut Urteil jedenfalls „wegen der Vorgeschichte zur Rede stellen“.

Nach einem Wortgefecht ging dann alles blitzschnell. Der Angeklagte griff den Rapper laut Urteil von hinten an und schlug auf ihn ein. Gleichzeitig stach der Begleiter immer wieder mit einem Messer auf den 26-Jährigen ein.

Gesicht in die Wiese gedrückt: „Beiß ins Gras“

Der Angeklagte soll dann auch noch einen kraftvollen „Stampftritt“ auf das stark blutende Opfer ausgeführt haben, so dass dessen Oberschenkelknochen zerbrach. Kurz vor seiner Flucht soll der Angeklagte dem Opfer dann auch noch das Gesicht in die Wiese gedrückt und gerufen haben: „Beiß‘ ins Gras.“

Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt. Durch einen tiefen Messereinstich ins rechte Bein war eine große Blutader durchtrennt worden. Einzig eine Not-Operation im nahen Herner Marienhospital rettete ihm das Leben.

Aushilfsarbeiter legte Geständnis ab und zahlte Schmerzensgeld

Der 24-jährige Angeklagte war zunächst untergetaucht, hatte sich dann jedoch Ende April 2019 der Polizei gestellt. Sein damaliger Begleiter ist bis heute flüchtig. Im Prozess hatte der Aushilfsarbeiter ein Teilgeständnis abgelegt und 5000 Euro Schmerzensgeld an den Rapper übergeben. Das Urteil lautet auf gefährliche Köperverletzung.

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