Huong und Karl Helfferich wollen ihr Restaurant „Hoi An“ am 1. Juli am Borkener Marktplatz eröffnen. © Sven Kauffelt
Gastronomie

Vietnamesisches Restaurant öffnet am 1. Juli am Marktplatz in Borken

Borkens Restaurant-Landschaft wird reicher: Am 1. Juli wollen Huong und Karl Helfferich das Restaurant Hoi An am Marktplatz eröffnen. Dort soll es dann traditionelle vietnamesische Küche geben.

Hoi An ist eine Stadt in Vietnam, die einem Freilichtmuseum ähnelt. Die Häuser im Stadtkern sind in sattem Gelb gestrichen. Dass die Farbe an den meisten Wänden abblättert, gehört zum Erscheinungsbild dazu. Hoi An ist ein einziges Postkartenmotiv – und deshalb von Besuchern recht überlaufen.

Dagegen hätten Huong und Karl Helfferich sicher auch nichts einzuwenden. Das Ehepaar aus Reken eröffnet Anfang Juli ein Restaurant, das den Namen der schmucken Stadt trägt, im ehemaligen Café am Alten Rathaus. Hoi An soll es also heißen und traditionelle vietnamesische Küche bieten.

Regionale Lieferanten bevorzugt

Pho, das vietnamesische Nationalgericht, und frische Frühlingsrollen gehören dazu: „Wir wollen gesunde Küche anbieten“, sagt Huong Helfferich. Die Zutaten sollen möglichst von regionalen Lieferanten aus nachhaltiger Erzeugung kommen, erklärt das Ehepaar. „Da sind wir schon in einigen Gesprächen“, sagt Karl Helfferich.

Unterstützung durch Förderprogramm

Die Neueröffnung ist ein weiterer Baustein des Förderprogramms, mit dem die Wirtschaftsförderung der Stadt über Mittel des Landes Neugründer finanziell unterstützen kann. Den Großteil der Miete in den ersten zwei Jahren übernimmt somit das Land.

Ein Starthelfer, „aber für uns gar nicht mal entscheidend, nach Borken zu gehen“, sagt Karl Helfferich. Mit zwei Optionen habe sich das Paar beschäftigt: Haltern und Borken. Den Ausschlag habe das Rathaus gegeben, sagt er: „Die Unterstützung war vom ersten Tag an außerordentlich.“ Und das sei bis jetzt auch so geblieben.

Die Helfferichs haben zusammen mit Vermieter Andreas Callegari einiges vor. Die Umbaumaßnahmen haben schon begonnen, wobei ein Großteil der bekannten Inneneinrichtung des früheren Cafés erstmal drinbleiben. „Wir müssen ja erstmal schauen, wie sich das entwickelt“, sagt Karl Helfferich. Zeichnet sich ab, dass die Borkener das Konzept dauerhaft annehmen, werde das Innere auch komplett umgestaltet.

Großer Außenbereich auf dem Marktplatz

Ein Trumpf soll der große Außenbereich vor dem Restaurant auf dem Marktplatz werden. 40 bis 50 Sitzplätze sollen dort angeboten werden. Innen wie außen soll Bambus das gestaltende Element werden. Huong Helfferich hofft, dass „die Leute raus wollen“, wenn die Kontaktbeschränkungen erstmal vorbei sind. Dass die Überlegung aufgeht, da sind beide „sehr, sehr optimistisch“.

Huong Helfferich kommt aus einer gastronomisch aktiven Familie. Zwei ihrer Brüder betreiben daheim Restaurants. Wenn Zeit bleibt, überlegt sie außerdem, Kochkurse anzubieten, um die Borkener in die aufwendige Prozedur der Pho-Zubereitung einzuweihen.

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