In Bocholt ist jüngst ein Corona-Leugner vor einer Bocholter Grundschule „aktiv“ geworden (Symbolbild). © picture alliance/dpa
Coronavirus

Ungeheuerlich: Corona-Leugner wird vor Schule in Bocholt „aktiv“

Ein unbekannter Mann hat am Dienstagmorgen (24. November) eine Schülerin (6) der Ludgerusschule in Bocholt angesprochen und sie aufgefordert, ihre Maske abzunehmen. Seine Begründung war hanebüchen.

Ein unbekannter Mann hat am Dienstagmorgen eine sechsjährige Schülerin der Ludgerusschule in Bocholt einfach angesprochen und sie aufgefordert, ihren Mund-Nasenschutz abzunehmen. Und die Begründung, die der Mann hinterher lieferte war hanebüchen und gefährlich zugleich.

So soll der unbekannte Mann dem Mädchen gesagt haben, dass es keine Maske tragen müsse, da Corona nicht gefährlicher sei als eine normale Grippe sei. Etwas, das nachweislich falsch ist. Genau deshalb hat die Polizei auch eine Vermutung, was hinter der Sache stecken könnte.

„Der Verdacht liegt nahe, dass es sich hier um einen Corona-Leugner handelt“, sagt Frank Rentmeister, Pressesprecher der Kreispolizei Borken, auf Redaktions-Anfrage. Es sei aber der erste Fall dieser Art, der in Bocholt bekannt geworden sei.

Mann begeht eine Ordnungswidrigkeit

Das Mädchen wandte sich nach den Vorfall an die Schulleitung, die die Polizei informierte. „Unsere Kollegen haben den Fall vor Ort aufgenommen“, berichtet Rentmeister. Laut dem Polizeibericht ereignete sich der Vorfall gegen 8 Uhr am Hauptstandort des Grundschulverbundes Ludgerus an den Fahrradständern gegenüber der Turnhalle an der Jerichostraße.

Der Mann beging mit seinem Verhalten eine Ordnungswidrigkeit, da er das Mädchen aufforderte, gegen die Coronabetreuungsverordnung in der Schule zu verstoßen. „Sollte sich dieser Fall auch an anderen Schulen wiederholen, bitten wir die Schulleitung, uns sofort zu informieren“, so der Polizei-Pressesprecher.

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