Die Stadt Velen setzt nur noch auf Ökostrom. Den bezieht sie von den Stadtwerken Gronau. Carsten Gehling aus dem Vertrieb der Stadtwerke überreichte in dieser Woche das Zertifikat an Bürgermeisterin Dagmar Jeske. Dieses dokumentiert, dass die Stadtwerke Ökostrom-Zertifikate entsprechend des Velener Verbrauchs kaufen werden. © Stadt Velen
Energieverbrauch

Stadt Velen stellt auf Ökostrom um – Energie soll CO2-neutral produziert worden sein

Die Velener Stadtverwaltung hat ihre Stromversorgung umgestellt. Von den Stadtwerken Gronau bezieht sie seit dem vergangenen Jahr nur noch Ökostrom.

Die Stadt Velen bezieht nur noch Ökostrom. „Ich freue mich sehr über diese Umstellung, denn für die Frage des Klimaschutzes gilt: Jede Maßnahme hilft“, sagte Bürgermeisterin Dagmar Jeske.

1,3 Millionen Kilowattstunden Strom benötigte die Stadt zuletzt etwa jährlich. Zum einen für die Versorgung des Rathauses sowie die Schulen und andere städtische Einrichtungen. Zum anderen für die Straßenbeleuchtung und den Betrieb der Kläranlage, der relativ energieintensiv ist.

Im vergangenen Jahr hat die Politik das Förderpaket „VeRa für das Klima“ beschlossen. Damit wurden private, aber auch städtische Projekte bezuschusst. Unter anderem 2000 Euro waren vorgesehen, um die kommunale Stromversorgung auf Ökostrom umzustellen.

Ökologischer Ausgleich

Das bedeutet nicht, dass durch alle städtischen Kabel jetzt nur noch Ökostrom fließt. Die Stadtwerke Gronau verpflichten sich aber, die Strommenge, die Velen abnimmt, so einzukaufen, dass die Energie CO2-neutral produziert wurde. Die Stadtwerke kaufen weiterhin den Strom an der Strombörse in Leipzig ein.

„Wir kaufen aber Zertifikate von Stromproduzenten hinzu, die den Strom etwa aus Wasserkraft herstellen oder im Gegenzug Bäume pflanzen. Da gibt es entsprechende Anbieter und Händler für“, sagte Carsten Gehling, Teamleiter im Vertrieb der Gronauer Stadtwerke. Er überreichte jetzt ein Zertifikat für die Kommune an Bürgermeisterin Dagmar Jeske.

2000 Euro mehr gezahlt

In diesem Jahr seien es 2000 Euro gewesen, die die Stadt mehr für ihren Strom zahlen muss. „Es kann aber auch mal Jahre geben, in denen die Zertifikate knapper und damit auch teurer sind“, erklärt Gehling.

Im Fall der Stadt Velen handele es sich um eine CO2-Einsparung von 460 Tonnen pro Jahr, erklärt Gehling. „Das entspricht etwa dem, was 36.750 Buchen an Kohlendioxid einsparen könnten“, ergänzt er.

Das Zertifikat, dass Gehling jetzt Bürgermeisterin Dagmar Jeske übergab, „ist die Bestätigung, dass wir für die Verbräche der Stadt Velen Zertifikate gekauft haben“, erläutert Gehling.

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