Coronavirus

Sind Schulen Corona-Hotspots? Ergebnisse liegen im Kreis Borken vor

Das Infektionsgeschehen an den Schulen hat der Kreis Borken untersucht. Alle Fälle wurden auf die Frage untersucht, ob es Ansteckungen im Schulbetrieb gab. Das sind die Ergebnisse.
Sind die Schulen im Kreis Borken Corona-Hotspots? Dieser Frage ist der Kreis Borken nachgegangen. © dpa

Ende November gab es an den Schulen im Kreis Borken insgesamt 345 gemeldete Infektionsfälle. Überwiegend waren Schüler betroffen, die wie die wenigen positiv getesteten Lehrkräfte in Quarantäne gesetzt wurden. Gesundheitsamt und Schulleitungen kamen bei der Risikoabschätzung, bei der es um Sitzordnungen, Maskentragung, Kontaktintensität und -dauer, Mischung von Gruppen und ähnliches ging, in der Regel zum Ergebnis, dass sich jeweils nur die direkten Sitznachbarn positiv Getesteter in häusliche Absonderung begeben mussten.

PCR-Tests bei Sitznachbarn

Die Sitznachbarn wurden mittels PCR-Test überprüft. 773 Mal war das im November der Fall – Ergebnis: Lediglich neun dieser Tests fielen positiv aus. „Somit ergeben sich für den Kreis Borken keine Hinweise darauf, dass aus dem unmittelbaren Unterrichtsgeschehen bislang Folge-Infektionen entstanden sind“, so eine Mitteilung des Kreises. Bei der Einordnung der vorgenannten Zahlen ist laut Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster zu berücksichtigen, dass derzeit rund 55.000 Schülerinnen und Schüler Schulen im Kreis Borken besuchen.

Für Hörster steht fest: Die Schulen im Kreis Borken sind bisher keine Corona-Hotspots. Auch bei den wenigen Einzelfällen, in denen es im November zu umfangreichen Testungen kam, seien bei 274 Tests keine Infektionsketten aufgedeckt worden.

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