Auch im Jahr 2021 wird in Rhede keine Kirmes geben, auch keine abgespeckte Version. © rue
Rheder Kirmes

Rheder Kirmes abgesagt – abgespeckte Version wird es nicht geben

Lange hatte das Stadtmarketing gehofft, die Rheder Kirmes in diesem Jahr doch noch stattfinden lassen zu können. Das hat offenbar nicht geklappt, denn die Kirmes ist offiziell abgesagt.

Die Pandemie lässt den Verantwortlichen letztlich keine Wahl. Schweren Herzens habe man das Volksfest jetzt abgesagt, berichtet Fachbereichsleiter Santos Reyländer: „So, wie wir die Kirmes kennen, ist sie nicht umsetzbar.“

Denn laut der aktuellen Corona-Schutzverordnung sind Volksfeste, Schützenfeste und Stadtfeste erst ab 1. September wieder möglich – und auch dann nur mit Hygienekonzept und je nach Inzidenzzahl mit Besucherbegrenzung.

Keine abgespeckte Version

Die Rheder Kirmes hat ihren festen Platz im Terminkalender aber am letzten Augustwochenende. Und mit Hygienekonzept sei sie ohnehin nicht vorstellbar, sagt Reyländer. „Da kommen an den vier Tagen 80.000 Leute und mehr – wenn die sich durch die Straßen schieben, gibt es keinen Sicherheitsabstand.“ Zudem werde auf der Kirmes auch getrunken, was das Einhalten von Regeln zusätzlich schwierig macht.

Eine abgespeckte Version der Kirmes mit Zugangsbeschränkung und Maske wolle die Stadt nicht realisieren, sagt Reyländer. Da hoffe man lieber, „dass wir nächstes Jahr wieder eine gesellige Innenstadtkirmes feiern können, wie wir sie kennen“.

„Corona ist noch nicht weg“

Die Stadt wolle sich darüber hinaus auch solidarisch zeigen mit den Schützenvereinen, die in diesem Jahr wie berichtet alle aufs Vogelschießen mit Festveranstaltung verzichten. „Corona ist noch nicht weg“, mahnt Reyländer. Es heiße jetzt, weiter vorsichtig und umsichtig zu sein.

Auf der Streichliste der städtischen Großveranstaltungen steht daher auch der Hobby-Trödelmarkt Anfang Juli. Er werde 2021 ebenfalls nicht stattfinden können, sagt Reyländer. Anstelle dieser Massenveranstaltungen will die Stadt den Innenstadtsommer vom vergangenen Jahr mit verschiedenen Bausteinen zum „Rheder Sommer“ ausweiten.

Für die Schausteller hoffe er, dass wenigstens das Weihnachtsgeschäft für sie bundesweit wieder lukrativ werde, so der Fachbereichsleiter. Denn schließlich wollten alle, dass die Stammbeschicker der Rheder Kirmes nächstes Jahr wiederkommen können. Die Absage, so Reyländer, „tut uns allen ein Stück weh“

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