Bei Velen haben Passanten die Leiche eines Jugendlichen entdeckt. © picture alliance/dpa
Todesfall

Passanten finden toten Jugendlichen in Velen

Laut Staatsanwaltschaft wurde am Wochenende bei Velen eine Leiche gefunden. Zur Todesursache können keine Aussagen gemacht werden. Die Leiche des Jugendlichen wird in Münster obduziert.

In Velen ist es am Wochenende wohl zu einem tragischen Unglück gekommen. Wie berichtet, ist am Samstag eine Leiche gefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaft haben zunächst keine Informationen preisgegeben, jetzt aber über den Fall gesprochen.

Demnach haben Passanten am Samstag in der Mittagszeit den Notruf gewählt, weil sie in der Nähe des Freibads am Thesingbach einen leblosen Körper gefunden hatten. Die gerufenen Rettungskräfte haben nach Auskunft der Polizei nur noch den Tod der Person feststellen können. Dabei handelte es sich um einen Jugendlichen aus Borken.

Kein Fremdverschulden vermutet

„Zur Todesursache können wir derzeit keine Aussagen machen. Nach ersten Erkenntnissen spricht aber nichts für ein Fremdverschulden“, so Thorsten Ohm, Sprecher der Polizeipressestelle in Borken. Der Leichnam ist in der Zwischenzeit zur Obduktion nach Münster gebracht worden, wo weitere Umstände des Todes ermittelt werden sollen.

Auch die Staatsanwaltschaft ist mittlerweile um den Fund des toten Jugendlichen in Velen involviert. „Wann die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wird, hängt immer vom Fall ab“, sagt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Er betont dabei, dass die Staatsanwaltschaft nicht berufen ist, jeden ungeklärten Todesfall zu klären. „Unsere Aufgabe ist es, im Fall von ungeklärten Todesfällen herauszufinden, ob es Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gibt“, so Botzenhardt.

Obduktion nach Amtsgerichtsbeschluss

Und dann könne sich auch die Frage einer Obduktion stellen, erklärt Botzenhardt. Eine Obduktion ist ein Mittel, Informationen zur Todesurache zu erlangen. „Eine Obduktion beantragen wir. Letztlich bedarf es dafür aber eines Beschlusses des Amtsgerichts“, sagt der Oberstaatsanwalt.

Ein Kriterium für ein Einschreiten der Staatsanwaltschaft ist die Totenbescheinigung. „Wenn zum Beispiel der Arzt, der diese ausfüllt, die tote Person kennt und um die gesundheitlichen Umstände weiß, dann kreuzt er natürlich an. In diesem Fall werden weder Polizei noch Staatsanwaltschaft verständigt“, erklärt Botzenhardt weiter.

Viele Fall-Konstruktionen

„Wenn es sich um einen Arzt handelt, der den Patienten nicht kennt, werde auf der Bescheinigung eventuell ungeklärt angekreuzt. Dann werde auch die Polizei und somit auch die Staatsanwaltschaft verständigt. Es gebe dann eine Leichenschau. „Dann wird geklärt, ob es zu einem weiteren Todesermittlungsverfahren kommt, oder ob vieles dafür spricht, dass die Todesursache natürlich sein dürfte“, erläutert der Oberstaatsanwalt.

Im Falle eines jungen Menschen, der kerngesund ist, könne durchaus mal genauer nachgeschaut werden. „Es gibt da aber so viele Fall-Konstruktionen, dass ich das im Einzelnen nicht erläutern kann. Bei tödlichen Verkehrsunfällen und bei Drogentoten zum Beispiel, sind wir sofort dabei.“

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