Die mehr als 50 Jahre alte Feuer- und Rettungswache am Butenwall entspricht nicht mehr den Anforderungen. © Peter Berger
Feuerwehr

Neue Feuerwache in Borken: Das 22,7-Millionen-Euro-Projekt

Die aus dem Jahr 1965 stammende Feuer- und Rettungswache am Butenwall in Borken erfüllt die Anforderungen nicht mehr. Deshalb muss eine neue her. Doch bis das geschehen ist, vergehen noch Jahre.

Zunächst soll im kommenden Jahr bei einem Wettbewerb ein Generalplaner ermittelt werden, unter dessen Regie das komplexe Millionenprojekt auf den Weg gebracht wird. Gemäß einem Beschluss aus dem vergangenen November ist bereits ein Projektsteuerer eingebunden.

Das Ingenieurbüro Reichel aus Erkrath hat die Koordination der weiteren Abstimmungstermine übernommen. In zahlreichen Besprechungen sei es vor allem um Themen wie Nutzeranforderungen, Fördermittelakquise, Einbindung ökologischer Maßnahmen, Erschließungsfragen, Planungsrecht und das Kostenbudget gegangen.

2025 könnte die Wache fertig sein

In knapp fünf Jahren könnte die neue Feuer- und Rettungswache am südwestlichen Stadtrand dann in Betrieb sein. Das geht aus dem groben Terminplan hervor, den die Stadtverwaltung für den Ausschuss Planen und Bauen zusammengestellt hat. Für die Fertigstellung wird demnach der Juli 2025 genannt.

Die Investition für den Neubau beziffert die Verwaltung auf 22,7 Millionen Euro. Das ist aber ganz sicher nicht das Ende der Fahnenstange. Einerseits spiegelt diese Summe den Baupreis-Index von 2018 wider, künftige Erhöhungen müssten also noch eingepreist werden. Zum anderen sind eine Reihe von Kosten noch nicht in der Auflistung enthalten, so zum Beispiel der Grunderwerb.

Stadt ist noch nicht Eigentümer der Fläche

Die Stadt Borken sei bisher nicht Eigentümerin der etwa 2,8 Hektar großen Fläche am Schnittpunkt B70/B67/Raesfelder Straße. Die „grundsätzliche Verfügbarkeit“ des Grundstücks sei jedoch gesichert, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Flächen auf der gegenüberliegenden Seite der Raesfelder Straße, die für Entwässerung und ökologische Ausgleiche vorgesehen sind, befinden sich mittlerweile im städtischen Eigentum.

Einer Änderung des Flächennutzungsplans, die in der kommenden Woche beschlossen werden soll, scheint nichts im Wege zu stehen. Von Seiten der Öffentlichkeit kamen keine Einwände. Von den eingeschalteten Behörden und Verbänden machte die Landwirtschaftskammer darauf aufmerksam, dass durch den Neubau wertvolle landwirtschaftliche Böden in Anspruch genommen würden.

Alte Wache erfüllt nicht mehr die Anforderungen

Die Stadt argumentiert, dass sich bei der Standortsuche herausgestellt hätte, dass geeignete innerstädtische Flächen, die den Anforderungen an Flächenbedarf und einsatztaktische Lage gerecht würden, nicht existierten.

Die aus dem Jahr 1965 stammende Feuer- und Rettungswache am Butenwall erfüllt die Anforderungen längst nicht mehr. Das wurde bereits bei der Aufstellung eines neuen Brandschutzbedarfsplans vor zehn Jahren deutlich. 2015 lagen die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor.

Darin kamen der fehlende Platz am jetzigen Standort und die damit einhergehenden Mängel in Sachen Arbeitssicherheit zur Sprache. An die Machbarkeitsstudie schlossen sich die Standortsuche und das Beteiligungsverfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans an.

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