Im Kreis Borken besteht vor dem Hintergrund hoher Geburtenzahlen Bedarf an weiteren Kita-Plätzen (Symbolfoto). © dpa
Kindertageseinrichtungen

Kita-Plätze: Wo im Kreis Borken Bedarf besteht und wo geplant wird

Geburtenzahlen auf einem weiterhin hohen Niveau, allerorten neue Wohngebiete, Kinder, die früher in die Kita gehen als noch vor Jahren und steigender Raumbedarf wegen kleinerer Gruppen: Es gibt viele Gründe, warum in den Städte und Gemeinden im Gebiet des Kreisjugendamtes die Nachfrage nach Platz für Kindergartenkinder kaum nachlässt.

Geburtenzahlen auf einem weiterhin hohen Niveau, allerorten neue Wohngebiete, Kinder, die früher in die Kita gehen als noch vor Jahren und steigender Raumbedarf wegen kleinerer Gruppen: Es gibt viele Gründe, warum in den Städte und Gemeinden im Gebiet des Kreisjugendamtes die Nachfrage nach Platz für Kindergartenkinder kaum nachlässt.

Was das in den einzelnen Kommunen für Folgen hat, das hat Markus Grotendorst im jüngsten Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Der Leiter des Familienbüros und Abteilungsleiter für die Themen Kindertageseinrichtungen und Elternbeitragserhebung skizzierte, was in den 13 Jugendamtskommunen (das sind mit Ausnahme von Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau alle Kommunen im Kreisgebiet) in jüngster Vergangenheit getan wurde, was in der Umsetzung ist, und wo noch etwas (um-)gebaut wird.

Weiterhin hoher Bedarf: So viele Geburten wie seit 2003 nicht mehr

Wie der Präsentation für den Ausschuss zu entnehmen ist, sind die seit drei Jahren gleichbleibend hohen Geburtenzahlen im Jugendamtsbezirk ein Grund, warum neue Plätze in Kitas und Tagespflege gebraucht würden. So gab es in den 13 Kommunen zwischen 2018 und 2020 jeweils mehr als 1700 Geburten – so viele, wie seit 2003 nicht mehr.

Hinzu kommt, dass mehr Menschen neu in die Region gekommen als fortgezogen sind und dass neue Wohngebiete mit jungen Familien die Nachfrage nach Kita-Plätzen erhöhen. Auch sorgen rechtliche Rahmenbedingungen wie das zweite beitragsfreie Kita-Jahr und die Geschwisterkindbefreiung dafür, dass die Kita-Betreuung zunimmt und auch für jüngere Kinder mehr nachgefragt wird.

Zuguterletzt sind längere Buchungszeiten und kleinere Gruppen dafür verantwortlich, dass mehr Platz benötigt wird. Aus diesem Grund gibt es in den einzelnen Kommunen – abgesehen von den bereits abgeschlossenen Erweiterungen/Umbauten – folgende Pläne:

Die Situation in den Kommunen im Überblick:

Gescher: Hier ist ein weiterer Ausbau in der Sondierung. In der Umsetzung sind Gruppenerweiterung in St. Marien und die Umstrukturierung der Kita St. Antonius.

In Heek ist eine neue Zwei-Gruppen-Kita in Nienborg geplant.

In Heiden wird eine Kita für vier Gruppen gebaut. Grund ist unter anderem ein großes neues Wohngebiet.

In Isselburg sind in jüngster Vergangenheit schon einige Gruppen hinzugekommen. Ein weiterer Ausbau ist in der Sondierung.

Letzteres gilt auch in Legden, wo die Kita in Asbeck um eine Gruppe erweitert wird und die Kita St. Martin schon saniert wurde.

Für Raesfeld ist ein höherer U3-Bedarf in den Plänen berücksichtigt, eine neue Kita mit vier Gruppen in der Umsetzung.

Die pädagogische Verbesserung der DRK-Kita Villa Kunterbunt ist in Reken in der Planung, ein Ausbau der Kita-Betreuung generell in der Sondierung.

In Rhede ist ein Ausbau der Kindertagspflege geplant.

In Schöppingen hat es zuletzt die Erweiterung der Kita Zwergenland gegeben.

Sanierung und Ausbau der Kita Zauberwald, Fortsetzung der Übergangslösung im Altgebäude der Kita St. Joseph: Das weist die Übersicht für Stadtlohn aus.

In Südlohn wird ein Anstieg des Bedarfs erwartet.

In Velen hat es schon eine neue Kita des Kreissportbundes mit drei Gruppen (plus Reservegruppen) gegeben. Aber: Auch in Velen gibt es ein neues Wohngebiet.

Die Erweiterung einer Kita in Vreden um zwei Gruppen ist in der Planung. Zudem ist ein weiterer Ausbau der Kindertagespflege in der Sondierung.

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