Florian Otten verwandelt 40 bis 50 Jahre alte Puch-Maxi-Mofas in schnelle Rennmaschinen. © Sven Betz
Puch-Maxi-Mofas

Florian Otten baut nach Feierabend Puch-Maxi-Mofas zu Kunstwerken um

„Pure Entspannung“ nennt Florian Otten sein Hobby, dem er in seine „Schrauber-Garage“ nachgeht. Er schaltet total ab, wenn er zum Kreuzschlüssel greift und an seinen Mofas arbeitet.

Was der 30-Jährige in seiner Werkstatt schafft, ist schon etwas Besonderes. Aus 40 bis 50 Jahre alten Puch-Maxi-Mofas erschafft er bunt schillernde Kunstwerke, die ihresgleichen suchen.

Nicht für den Straßenverkehr zugelassen

„Alle Mofas hier sind fahrtüchtig, allerdings für den Straßenverkehr nicht zugelassen. Das wäre viel zu gefährlich, da sie über 100 km/h schnell sind“, sagt Otten. Die Original-Mofas mit dem 50-Kubikmotor fahren normalerweise um die 25 km/h. Wenn Florian Otten mit ihnen fertig ist, sind sie allerdings kaum noch wiederzuerkennen.

Nur der Rahmen und die Räder sind von der Form her gleich geblieben, alles andere wird verändert. Rund 200 Arbeitsstunden investiert der technikbegeisterte Hobbybastler in jedes seiner Fahrzeuge – allein 100 Stunden nur in die Lackierung. Egal, ob pink, blau, grün oder goldfarben, der speziell von Otten gemischte Glitzer-Effektlack Metalflake ist immer ein Hingucker.

Komplett neues Mofa

Der komplette Rahmen jedes Mofas wird von Otten zuvor per Sandstrahl entlackt und anschließend gereinigt. Die Räder werden überholt und mit Alugussfelgen ausgestattet. Der Lenker wird gegen einen Fahrradlenker ausgetauscht und der Sattel durch einen Fahrradsattel ersetzt.

Dann verpasst Otten dem Mofa einen komplett anderen, wesentlich leistungsstärkeren Motor mit anderer Kurbelwelle, einem größeren Zylinder und einer anderen Kupplung. Das Fahrzeug erhält zudem eine ganz andere Auspuffanlage und zum Abschluss zwischen Sitz und Rahmengabel eine Stange, die für mehr Stabilität beim Fahren sorgen soll.

Mit 14 Jahren angefangen

„Die Fahrzeugteile besorge ich mir bei entsprechenden Treffen, auf denen ich meine Mofas zeige, oder im Internet“, sagt Otten. Das Schrauben hat er im Alter von 14 Jahren gelernt, als ihm sein Vater die erste Mofa schenkte. „Das war eigentlich nur noch eine Ruine, da konnte ich mich dran austoben. Ich habe sie komplett zerlegt und alles ausprobiert“, blickt Otten zurück.

Aus dem Hobby sei inzwischen eine große Leidenschaft geworden, die er mit seinen Freunden Marius Schmitz und Wolfgang Reich teile. Fast täglich zieht es Florian Otten in seine Werkstatt-Garage, oft auch an den Wochenenden.

Neuestes Projekt: VW-Käfer

Sein neuestes Projekt ist der komplette Wiederaufbau eines alten VW Käfers – natürlich mit einer besonderen Lackierung. „Den werde ich in goldfarbenem Metalflake lackieren. Das soll ein richtiger Hingucker werden“, sagt er. Seine zu Kunstwerken auf zwei Rädern umgebauten Mofas sind es bereits. „Überall, wo ich sie zeige, bleiben die Menschen interessiert stehen und schauen sie sich genau an“, sagt Otten.

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