Die deutsche und die niederländische Feuerwehr werden voraussichtlich in Suderwick einen gemeinsamen Standort beziehen. © Stadt Bocholt
Feuerwehr

Feuerwehren planen eine deutsch-niederländische Wache

Schon seit 2017 werden Gespräche geführt, jetzt stehen die Chancen gut, dass am Ende dieses Austausches von Feuerwehrleuten die erste deutsch-niederländische Feuerwehrwache in Europa stehen könnte.

Die Nachricht ist sprichwörtlich brandheiß: Feuerwehrleute aus dem Kreis Borken und den Niederlanden führen Gespräche über ein einzigartiges Projekt: die erste deutsch-niederländische Feuerwehrwache in Europa.

Hintergrund ist, dass die Feuerwehren im niederländischen Dinxperlo und in Bocholts Ortsteil Suderwick derzeit offenbar ein Problem haben: Am Standort Suderwick ist das Gerätehaus sanierungsbedürftig. In Dinxperlo soll nach Auskunft von Aaltens Bürgermeister Anton Stapelkamp in den nächsten Jahren eines der beiden dort stationierten niederländischen Löschfahrzeuge abgezogen werden. Somit stellt sich die Frage, ob es nicht zu einer internationalen Lösung kommen kann.

Internationale Lösung angestrebt

Die ersten Überlegungen dazu gehen bereits auf das Jahr 2017 zurück. Damals wurde erstmals konkret die Frage thematisiert, inwieweit die Zusammenarbeit der Feuerwehr Bocholt – Löschzug Suderwick – und der Brandweer Aalten, – Post Dinxperlo – intensiviert werden kann.

In der Folge wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Die Projektteilnehmer sind zu dem Ergebnis gekommen, „dass eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit von deutschen und niederländischen Feuerwehrkräften durchführbar ist und ein großes Potenzial zur Verbesserung der Versorgungsstruktur in der Grenzregion bietet“.

In einem weiteren Schritt sollen nun verschiedene Teilbereiche noch genauer untersucht werden. Hierbei sollen insbesondere die Mitglieder des Löschzugs Suderwick und der Brandweer Dinxperlo, die von einer möglichen Umsetzung des Projektes betroffen sind, einbezogen werden.

Akzeptanz bei den Löschzügen ist wichtig

Seitens der Stadt Bocholt und der Gemeinde Aalten wird sehr viel Wert „auf die Akzeptanz des Projektes innerhalb der Löschzüge gelegt“, um es schlussendlich erfolgreich umsetzen zu können. „Eine Umsetzung eines internationalen Standortes wäre nach meinem Wissen der erste dieser Art an der deutsch-niederländischen Grenze“, erklärt Bocholts Feuerwehrchef Thomas Deckers.

Die deutsch-niederländische Zusammenarbeit wird gerade in den beiden Grenzorten Suderwick und Dinxperlo seit Jahrzehnten gelebt: 2019 wurden zwei niederländische Jugendliche in der Gruppe der Jugendfeuerwehr in Suderwick aufgenommen. Die Aufnahme der Jugendlichen sei ein weiterer wichtiger Baustein für die Zusammenarbeit beider Löschzüge.

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