Das Gesundheitsamt hat besondere Laboruntersuchungen angeordnet. © Jean-Francois Badias/AP/dpa
Coronaviurs

Drei Menschen mit britischer Corona-Mutation in Hamminkeln infiziert

Die britische Corona-Mutation hat Hamminkeln erreicht. Wie der Kreis Wesel am Montag mitteilte, wurde die hochansteckende Variante B.1.1.7 (UK) am Wochenende fünf Mal im Kreis entdeckt.

Bei drei Personen aus der Stadt Hamminkeln und zwei Menschen aus Moers sei die hochansteckende britische Variante des Coronavirus gefunden worden.

Bei den beiden infizierten Personen aus Moers kommen als Infektionsquellen wahrscheinlich Auslandsreisen in Betracht, die kurz zuvor absolviert wurden. „Bei den drei Personen aus Hamminkeln laufen die Ermittlungen zum Infektionsweg noch“, teilt der Kreis weiterhin mit. Auslandsreisen wurden allerdings durch das Gesundheitsamt bereits ausgeschlossen.

Ob sich Menschen mit einer mutierten Virusvariante infiziert haben, kann nur durch eine besondere Laboruntersuchung festgestellt werden. Diese wird vom Gesundheitsamt in Verdachtsfällen angeordnet, zum Beispiel bei einer Zweitinfektion oder bei einem Infektionscluster, also einer ungewöhnlichen Anhäufung von Erkrankungen.

Quelle der Infektion in einigen Fällen noch unklar

Im Hamminkelner Fall könnte es aber auch Zufall gewesen sein. Im Augenblick sei es eine Teststrategie, fünf Prozent aller Corona-Proben in den Laboren auch auf die britische Mutation zu prüfen, sagt Kreissprecherin Anja Schulte. Dabei sei der Hamminkelner entdeckt worden. Nach welchen Kriterien allerdings die Labore diese fünf Prozent unter den Proben auswählen, wisse man beim Kreis nicht.

Der Abstrich wurde am vergangenen Montag gemacht, das Ergebnis lag am Samstag vor, so Pressesprecherin Schulte. Die Personen befinden sich natürlich in Quarantäne. Nachdem bei den drei Menschen aus Hamminkeln eine Auslandsreise ausscheidet, versucht das Gesundheitsamt jetzt, die Infektionskette nachzuvollziehen. Das umfasse auch weitere Tests von Kontaktpersonen.

Wesels Landrat Ingo Brohl mahnt dazu, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und unnötige (Auslands-)Reisen und soziale Kontakte einzuschränken. Das sei jetzt „noch einmal für uns alle sehr viel wichtiger geworden“.

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