Zum Ende des Fastenmonats Ramadan wird in der Ulu-Gemeinde in Brambauer nur das Festgebet am Donnerstagmorgen stattfinden können. © Hasan Örenbas
Ramadan

Zuckerfest am Feiertag – Sicherheitsabstände statt herzlicher Feier

Der Fastenmonat Ramadan endet. Eigentlich gehört auch das Zuckerfest dazu. Coronabedingt fällt das auch 2021 in Lünen kleiner aus. Nur zum Gebet in Brambauer werden viele Besucher erwartet.

Es ist eine eher ungewöhnliche Konstellation: Dem Ende des Fastenmonats Ramadan am Mittwoch (12.5.) folgt das dreitägige Ramadanfest, das dieses Jahr mit dem Feiertag Christi Himmelfahrt zusammenfällt. Die Muslime in Lünen werden das Fest nur eingeschränkt feiern, wie Hasan Örenbas, Vorstandsvorsitzender der Ulu Moschee in Brambauer, erklärt: „Stattfinden wird lediglich das Festgebet am Morgen.“

Dazu werden in Brambauer rund 200 Personen erwartet, unter Einhaltung der geltenden Hygieneregeln. „Wir müssen da doppelt aufpassen. Viele Gemeindemitglieder sind auch schon etwas älter.“ Damit die Abstände auch eingehalten werden, habe die Gemeinde eigene Sicherheitsleute eingestellt. Ein großes Familienfest, wie sonst üblich, fällt auch in diesem Jahr aus. „Auch unsere Besuchern haben wir darum gebeten, nur im kleinsten Rahmen zu feiern“, so Örenbas weiter.

Abendgebete fielen aus

Ähnlich wird es auch bei der Selimiye-Gemeinde in Lünen-Mitte ablaufen. Zum Festgebet werden 300 Besucher erwartet, wie Gemeindesprecher Yahya Dindarol erklärt. Dazu gehören Abstandsregeln und Maskenpflicht auf dem gesamten Moscheegelände. „Die rituelle Waschung vor dem Gebet werden die meisten schon zu Hause machen“, so Dindarol weiter.

Schon während des Ramadan selbst hätten rund zehn Abendgebete ausfallen müssen, in den kommenden Wochen rechne er mit wenigen Besuchern zum Freitagsgebet. „Wir wünschen allen Menschen auf der Welt, dass Corona bald vorbei ist und das wir uns alle schnell impfen lassen können“, so die abschließenden Worte von Hasan Örenbas.

Über den Autor
Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
Zur Autorenseite
Matthias Stachelhaus
Lesen Sie jetzt