Wie eine Whatsapp-Gruppe einer Ladendiebin in der Innenstadt fast zum Verhängnis wurde

Polizei-Einsatz in der Fußgängerzone

Eine mutmaßliche Ladendiebin wollte sich in der Innenstadt am Donnerstag wohl ein neues Ziel suchen. Was sie nicht wusste: Manche Händler sind mittlerweile richtig gut organisiert.

Lünen

, 11.07.2019, 17:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie eine Whatsapp-Gruppe einer Ladendiebin in der Innenstadt fast zum Verhängnis wurde

Thomas Höckmann, Mitarbeiter bei Gold Funke, konnte die Frau am Ende nicht festhalten. © Fröhling

Eine Whatsapp-Gruppe von Mobilcom/Debitel-Händlern wäre einer Ladendiebin am Donnerstag-Nachmittag fast zum Verhängnis geworden. Am Ende kam die Polizei - aber da war die mutmaßliche Diebin schon weg.

Händler sind gut organisiert

Aber von vorne: „Die Frau kam hier ins Geschäft und ich hatte den Eindruck, ich hätte sie schon einmal gesehen“, sagt Markus Wittge, Inhaber des Mobilfunk-Shops direkt vor der Lippebrücke. Die Frau verließ den Laden, da fiel es ihm ein.

In einem Video aus einem Mobilcom-Shop in Bocholt hatte er sie gesehen, da hatte die Frau gestohlen. Die Händler sind in einer Whatsapp-Gruppe organisiert, um sich vor den Dieben zu warnen.

Wittge ging also zu seinem Nachbarn Thomas Höckmann von Gold Funke und zeigte ihm das Video. Kurz darauf kam die Frau wieder vorbei. Höckmann erzählt, dass er der Frau dann ihr Bild auf dem Handy gezeigt habe. Da habe sie wegrennen wollen. „Ich habe sie dann gepackt, aber sie hat gebissen und gekratzt“, erzählt er. Passanten hätten die Situation schließlich falsch eingeschätzt und forderten ihn auf, von der Frau abzulassen.

In Bocholt mehrere Handys gestohlen

Das tat er schließlich auch - und die Frau lief auf und davon. Irgendwer hatte in der Zwischenzeit die Polizei gerufen. Die Polizei berichtet auf Anfrage, dass sie die Frau nicht mehr angetroffen habe. Sie habe einen dunklen Teint und dunkle Haare gehabt und sei zu Beginn in männlicher Begleitung gewesen, berichtet Wittge.

Den Vorfall in Bocholt kann der dortige Ladeninhaber auf Anfrage bestätigen: „Das war aber nicht nur bei uns, die ist mobilcom-debitel-weit unterwegs.“ Er selbst sei auch schon bei der Polizei gewesen für eine Gegenüberstellung. In seinem Laden hätte die Frau mehrere Vorführgeräte von der Wand gerissen. Schaden: 1500 Euro.

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