Weniger Einbrüche in der Corona-Krise? In der Region: ja - in Lünen nicht

Coronavirus

Viele Menschen verbringen in der Corona-Krise deutlich mehr Zeit zu Hause als sonst. Das macht es Einbrechern jetzt schwerer, oder?

Lünen

, 10.05.2020, 16:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Einbruchszahlen in der Region gehen zurück - und Lünen sind sie bisher stabil.

Die Einbruchszahlen in der Region gehen zurück - und Lünen sind sie bisher stabil. © picture alliance/dpa

Die Corona-Krise hat Folgen, auch für die Mobilität der Menschen. Urlaube waren jetzt wochenlang nicht möglich, manche Menschen konnten gar nicht mehr arbeiten, viele andere arbeiteten von zu Hause. Das bedeutet in allen Fällen: Häuser und Wohnungen stehen deutlich seltener leer als sonst.

Das macht es Einbrechern schwerer, was sich auch in den Fallzahlen widerspiegelt. Blickt man auf ganz NRW, dann waren es laut dpa in 2019 von 1. März bis 26. April genau 3856 Fälle, in der Corona-Krise 2020 sank die Zahl im gleichen Zeitraum auf 2336 Fälle.

Zahlen in der Region sinken tatsächlich

Dieser Trend bestätigt sich hier, zumindest wenn man auf das gesamte Zuständigkeitsgebiet des Polizeipräsidiums Dortmund blickt, also auf Dortmund und Lünen gemeinsam. Die Zahl (Januar bis April) sank von 580 in 2019 auf 399 in diesem Jahr. Polizeisprecher Gunnar Wortmann weist darauf hin, dass es sich bei den April-Zahlen um vorläufige Daten handelt. Der Trend aber ist klar.

Blickt man nur auf Lünen, bestätigt sich der Trend allerdings nicht. Da waren es 2019 39, 2020 40. Dass die Entwicklung hier anders ist, schiebt Wortmann auf die insgesamt sehr niedrigen Fallzahlen in Lünen.

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