Schnee zum Jahresbeginn: Wie wahrscheinlich das ist, erklärt eine Metrologin. © Lemmer
Schnee-Prognose

Weiße Pracht im neuen Jahr: So stehen die Chancen für Schnee in Lünen

Winterwunderland im neuen Jahr: Darauf hoffen viele Lüner. Wie wahrscheinlich das ist, erklärt eine Meterologin. Wir zeigen die schönsten Winterbilder unserer Leser aus vergangenen Jahren.

Auf Spaß mit Schneemann und Schnee-Engel hoffen viele Winterfans von Jahr zu Jahr. Doch auch in diesem Jahr lässt der weiße Flockentanz auf sich warten. Denn damit es schneit, müssen bestimmte Bedingungen gegeben sein.

Welche das sind, erklärt Diplom-Meterologin Ortrun Roll vom Deutschen Wetterdienst (DWD): „Für nachhaltiges Winterwetter mit Schnee muss die großräumige Luftströmung am ehesten aus Nord bis Nordost kommen. Damit sind die Grundvoraussetzungen, nämlich die Kombination von Kälte und Feuchtigkeit erfüllt.“ Kommen die Luftmassen etwa aus dem Osten, können die zwar im Winter auch kalt sein, seien dann aber eher trocken.


Die Chance auf einen Schneemann zum Jahresbeginn ist da, denn dann werde es etwas kühler mit frostigen Temperaturen. „Richtung Sonntag (3.1.) und Montag (4.1.) verharren die Temperaturen im leichten Frostbereich. Gelegentlich fällt geringfügiger Schneefall, der die Landschaft etwas überzuckern kann“, sagt Roll. Es sei jedoch kaum mit einer geschlossenen Schneedecke zu rechnen. Das sei aber für die Region nicht unüblich. „Statistisch gesehen ist es nicht ungewöhnlich, dass die Weihnachtstage eher verhältnismäßig mild verlaufen und eine kältere, zum Teil hochwinterliche Phase, nach Jahresbeginn zu erwarten ist“, sagt Roll.

Letzte „richtige“ Schneedecke 2019

Entsprechend gibt es noch eine Chance auf Schnee in den ersten Wochen des Jahres. So wie 2019. Damals gab es laut Roll zuletzt eine „richtige“ Schneedecke – und das für etwa 17 Tage. Zum Vergleich: 2020 gab es nur etwa sieben Tage, an denen mal gelegentlich ein paar Flocken gefallen sind.

„In den niedriger gelegenen Regionen, wie dem südlichen Münsterland und dem Nordrand des Ruhrgebietes, gibt es immer häufiger Jahre, in denen nur ganz wenige oder keine Schneedeckentage registriert werden“, sagt Roll. Auf die Frage, ob das bereits mit dem Klimawandel zu tun habe, sagt die Diplom-Meterologin: „Diese Frage lässt sich nicht für ein einzelnes Jahr beantworten. Generell kann man jedoch den Trend zu einem Temperaturanstieg in den letzten Jahren deutlich erkennen.“

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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