Die Polizei fandet nach den Tätern. (Symbolbild) © dpa
Polizei-Einsätze

Weihnachten in Lünen: Polizei hatte gut zu tun – Appell zu Silvester

Weihnachten wurde der Polizei in Lünen nicht langweilig. Die Beamten und Beamtinnen waren vor allem wegen Ruhestörungen gefragt. Inzwischen laufen die Vorbereitungen für Silvester.

Die Polizei hatte Weihnachten in Lünen alle Hände voll zu tun: Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Einsätze von Heiligabend (24. Dezember) an bis einschließlich zweiter Weihnachtstag (26. Dezember) von 58 (2019) auf 106 in diesem Jahr sprunghaft angestiegen. Das sagte ein Polizeisprecher am Montag (28. Dezember) im Gespräch mit unserer Redaktion.

Von den Einsatzzahlen her sei das „eine schöne Bescherung“ für die diensthabenden Kollegen und Kolleginnen gewesen, sagte der Sprecher weiter – die gute Nachricht laute: „Gründe für die zahlreichen Einsätze waren keine großen Verbrechenstatbestände.“ Vielfach hätten die Beamten auf Notrufe und Meldungen von Ruhestörungen reagiert, erklärte der Polizeisprecher.

Porschefahrer nervt Anwohner

Als Beispiele nannte er den Porschefahrer, der Heiligabend morgens um 6 Uhr auf der Dortmunder Straße die Anwohner wissen ließ, wie laut der Motor seines Wagens sein kann; oder aber den unbekannten Störenfried, der am ersten Weihnachtsfeiertag nichts Besseres zu tun hatte, als ein rohes Ei gegen die Fensterscheibe einer Wohnung zu werfen.

Für die Polizei ist das alles schon wieder Schnee von gestern. Die Beamten bereiten sich nämlich schon auf Silvester an diesem Donnerstag (31. Dezember) vor.

„Jahreswechsel friedlich feiern“

„Wir gehen davon aus, dass die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, wie in den vergangenen Jahren auch, den Jahreswechsel friedlich feiern und sich an die Vorgaben für den Infektionsschutz halten wird. Das heißt: Feiern im kleinen Kreis“, sagte der Polizeisprecher auf Nachfrage.

Weil es in der Lippestadt keine „Feuerwerk-„Hotspots“ wie in Dortmund (Reinoldikirche, Katharinenstraße/Kampstraße, Möllerbrücke) gebe, so der Polizeisprecher, „deshalb gibt es in Lünen auch keine Einsatzschwerpunkte“.

Gleichwohl sei die Polizei natürlich in Lünen und Brambauer unterwegs. Störer oder Straftäter müssten mit Konsequenzen rechnen.

Der Appell der Polizei lautet derweil:

  • Bleiben Sie Zuhause und feiern im kleinen Kreis – verzichten Sie auf Feuerwerk und Pyrotechnik.
  • Das entlastet Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Krankenhäuser – gerade die Krankenhäuser müssen sich auf den Intensivstationen mit wichtigen Aufgaben beschäftigen.
  • Hinweise auf Störungen und Straftaten nimmt die Polizei unter 110 entgegen.

Unterdessen hat auch die Stadt Lünen noch einmal auf Nachfrage die wichtigsten Corona-Regeln für Silvester genannt:

In den jüngsten Corona-Schutzverordnungen sei ergänzt worden, hieß es, dass „Partys und vergleichbare Feiern“ generell untersagt seien – oder wie Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann kurz vor Weihnachten verdeutlicht habe: „Partys sind verboten. Punkt.“ Das gelte auch an Silvester.

„Da Partys laut der Verordnung „generell“ verboten sind, haben Ordnungsamt und Polizei grundsätzlich auch eine Handhabe, wenn eine Party in Privaträumen stattfinden sollte“, sagte Stadtsprecher Benedikt Spangardt. Die Stadt Lünen appelliere daher an alle Bürgerinnen und Bürger, auch im Privaten auf Partys vollkommen zu verzichten.

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Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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