Warnstreik in Lünen: Verdi zufrieden, Kita-Betrieb mit Einschränkungen

Verdi-Aufruf

Der Warnstreik bei der Lüner Stadtverwaltung und der Sparkasse an der Lippe hat für Einschränkungen in einzelnen Bereichen gesorgt - das ganz große Chaos ist jedoch ausgeblieben.

Lünen

, 01.10.2020, 12:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Gewerkschaft Verdi hatte für Donnerstag (1. Oktober) zum Streik aufgerufen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte für Donnerstag (1. Oktober) zum Streik aufgerufen. © Witzig

Am Dienstag (29. September) hatte die Gewerkschaft Verdi unter anderem die 800 tariflich Beschäftigten in der Stadtverwaltung Lünen zum Warnstreik für den 1. Oktober aufgerufen. Wie Verdi-Sekretärin Ramona Wolf auf Anfrage am Donnerstagmorgen erklärte, seien 250 Menschen dem Aufruf gefolgt: „Es gab zunächst einen Fahrradkorso durch die Lüner Innenstadt, ehe wir uns zur Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz getroffen haben.“

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Die Sekretärin zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf: „Wir hatten einen super Start und eine gute Resonanz.“ Die Stadtverwaltung hatte im Vorfeld angekündigt, dass aufgrund des Streiks drei Kitas geschlossen bleiben müssten. „Die anderen Kitas haben Delegationen zur Kundgebung geschickt“, so Ramona Wolf.

Tatsächlich musste die Stadt keine weiteren Einrichtungen schließen, wie Stadtsprecher Benedikt Spangardt bestätigt: „Die Kitas waren bis auf zwei Ausnahmen gut besucht, aber wir haben das mit dem Betrieb hingekriegt.“

Weitere Einschränkungen blieben bis zum Mittag im Rahmen - hier spielte die Corona-Situation eine Rolle: Derzeit nehmen ohnehin nur wenig Bürgerinnen und Bürger städtische Dienste persönlich in Anspruch, sodass viele Angelegenheiten digital erledigt werden konnten.

Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst unter anderem 4,8 Prozent mehr Lohn.

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