Diskussion mit Scherf: Absage von Senioren-Terminen ist keine Option

dzCorona-Krise

Der Terminplan stand. Dann kam Corona. Die Netzwerke in der Lüner Altenarbeit hatten zahlreiche Veranstaltungen geplant. Die sollen auch stattfinden - nur später als ursprünglich gedacht.

Lünen

, 14.05.2020, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Referenten waren gebucht, Termine fest gezurrt und Räumlichkeiten standen fest - dann kam die Corona-Krise. Die Veranstaltungen, die die Koordinierungsstelle Altenarbeit zusammen mit den zahlreichen Netzwerken geplant hat, müssen nun neu überdacht werden. Nicht inhaltlich, aber terminlich.

Absagen kommen nicht in Frage

Denn Absagen sind keine Option für Annette Goebel, Koordinatorin für Altenarbeit, und ihre Mitstreiter. Im Gegenteil. „Wir hatten lange vor Corona überlegt, wie wichtig es ist, Info-Veranstaltungen zu Themen wie Vorsorge oder Depressionen anzubieten“, so Annette Goebel. Dann begann die Corona-Krise.

Annette Goebel ist Koordinatorin für Altenarbeit der Stadt Lünen.

Annette Goebel ist Koordinatorin für Altenarbeit der Stadt Lünen. © Goebel

Und gerade diese Themen stehen plötzlich umso mehr im Mittelpunkt.

„Ich habe zunächst einmal die Meinungen der Netzwerk-Mitglieder und auch von Referenten eingeholt, wie wir mit unseren Plänen weiter umgehen sollen“, so Annette Goebel. Das Ergebnis ist klar: Es wird keine Absagen geben. Aber da derzeit die geplanten Termine nicht wie vorgesehen umzusetzen sind, wird der Terminplan nicht etwa im Spätherbst enden. Stattdessen werden die Termine erst im Herbst beginnen und dann bis in den Frühling 2021 laufen.

Henning Scherf bei seinem ersten Besuch in Lünen. Der Bremer Altbürgermeister wird erneut nach Lünen kommen.

Henning Scherf bei seinem ersten Besuch in Lünen. Der Bremer Altbürgermeister wird erneut nach Lünen kommen. © Goldstein (A)

„Dass wir die Planung halten und nur zeitlich verschieben, ist für alle wichtig.“ Sowohl für die Organisatoren als auch für die Interessenten. Da meistens Senioren angesprochen sind, die zur Risikogruppe gehören, müsse man genau prüfen, wo die Veranstaltungen stattfinden. Auch Voranmeldungen seien wichtig, um auch absagen zu können, wenn es die Lage doch nicht zulassen sollte, die Veranstaltungen durchzuführen.

Ende Mai hätte der Vortrag über Vorsorge stattfinden sollen. Im Spätsommer war eine Lesung und Diskussion mit Bremens Altbürgermeister Henning Scherf geplant, in Kooperation mit der Stadtbücherei. Und zum Weltalzheimertag sollte in der Cineworld der Film „Romys Salon“ gezeigt werden. Alle Termine sollen stattfinden - nur zeitlich verschoben, wahrscheinlich ab Oktober/November. „Wie es später im Jahr aussieht, wird man sehen. Bis jetzt planen wir aber, dass alles realisiert wird“, so Annette Gobel.

Im Moment ist sie, zusammen mit den Kollegen vom Kulturbüro, mit den Balkonkonzerten an den Lüner Altenheimen beschäftigt.

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Wegen des Erfolgs wird die Reihe nun an Service-Wohnanlagen fortgesetzt. Bei einem ersten Treffen mit der Arbeitsgemeinschaft Service-Wohnen - natürlich mit dem entsprechenden Abstand - wurde deutlich, dass viele Verantwortliche großes Interesse an diesen Konzerten haben. Bis Mitte Juni werden die Konzerte mit regjonalen Künstlern in den Service-Wohnanlagen stattfinden, die das möchten und wo nicht sowieso der Soziale Dienst selbst für Musik sorgt.

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