Viktoriastraße: War Feuer im Kiosk Brandstiftung?

Anwohner berichten von Problemen

Nach dem Feuer in einem Container-Kiosk an der Viktoriastraße in Lünen Ende August ermittelt die Polizei mittlerweile wegen vorsätzlicher Brandstiftung: Vor dem Feuer sind nämlich mehrere Zigarettenautomaten im Kiosk aufgebrochen worden. "Das steht vermutlich im Zusammenhang", so ein Polizeisprecher jetzt auf Anfrage.

LÜNEN

, 08.09.2017, 15:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viktoriastraße: War Feuer im Kiosk Brandstiftung?

Der Kiosk ist total ausgebrannt.

Indes haben sich Anwohner gemeldet, die sich seit Wochen durch das Treiben am Kiosk und rund um den Kiosk herum gestört fühlen. Ein Anwohner, der seinen Namen hier nicht lesen möchte, berichtet, dass es dort nachts regelmäßig sehr laut sei. Mitte August seien außerdem Schüsse zu hören gewesen, auch eine Massenschlägerei habe es dort schon gegeben. Zwischendurch sei auch der Zoll dort gewesen, danach sei der Kiosk geschlossen gewesen. Ständig sei die Polizei vor Ort.

Das kann die Polizei-Pressestelle nicht bestätigen. An der betroffenen Adresse gebe es keine auffällige Häufung von Einsätzen, sagt ein Polizeipressesprecher, auch ein Einsatz mit einer Massenschlägerei sei nicht verzeichnet. Die Schüsse finden sich jedoch auch im Archiv der Polizei wieder. Am 14. April war das, ist dort verzeichnet, die Beamten hätten vor Ort an einem Haus in der Nähe des Kiosks Patronen aus einer Schreckschusswaffe gefunden. Die Schüsse seien wohl bei Feierlichkeiten abgegeben worden.

Keine Beanstandung bei Überprüfung durch Zollbeamte

Auch der Zoll-Einsatz hat stattgefunden, wie ein Sprecher des Dortmunder Hauptzollamts bestätigt. Die sogenannte „Kontrolleinheit Verkehrswege“ sei vor rund sechs Wochen vor Ort gewesen und hat überprüft, ob die Tabakwaren dort ordnungsgemäß versteuert waren. „Keine Beanstandung“, sei das Ergebnis gewesen. Solche Überprüfungen fänden in unregelmäßigen Abständen statt und seien insofern nicht ungewöhnlich. Die angesprochene Schließung habe demnach nichts mit dem Zoll zu tun.

Wie berichtet, war der Container, in dem der Kiosk eingerichtet war, in der Nacht vom 28. auf den 29. August in Flammen aufgegangen, wobei ein Sachschaden von rund 20.000 Euro entstand. 

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