Viermal Bombenverdacht an B236/ und B54: Alarm der Metalldetektoren

Ausbau Dortmunder Straße

Näher untersucht worden sind die vier Bombenverdachtspunkte an der Kreuzung B 236 / B 54 (Dortmunder Straße) und entlang der B54 stadteinwärts. Das Ergebnis ist keine Überraschung.

Lünen

, 15.10.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viermal Bombenverdacht an B236/ und B54: Alarm der Metalldetektoren

Die Kanalbrücke ist schon erweitert, die Dortmunder Straße soll auf vier Spuren verbreitert werden. In den nächsten Tagen beginnt zunächst der Bau eines Regenrückhaltebeckens an der Kreuzung B236/B54. © Goldstein

Im Zuge des geplanten vierspurigen Ausbaus der B54 auf 2,7 Kilometern von der Kreuzung B236 bis zur Kupferstraße, ist jetzt der Boden auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht worden. An vier Verdachtspunkten hatten die Metalldetektoren angeschlagen.

Inzwischen ist an diesen Stellen gegraben worden. Gefunden wurden allerdings keine Kampfmittel. Im Boden fanden sich lediglich Metallteile. Das teilte Sebastian Felgenhauer, Projektleiter von Straßen NRW, auf Anfrage mit.

Grabungspunkte wurden neu asphaltiert

Die schwierigste Verdachtsstelle war auf der B 236 genau unter der Mittelleitplanke. An der B 54 gab es aus Richtung Dortmund an der rechten Seite in Höhe der Bushaltestelle zwei verdächtige Bereiche. Hier musste der Radweg nach den Grabungen stellenweise neu asphaltiert werden.

Der vierte Verdachtspunkt befand sich aus Richtung Lünen auf der linken Seite hinter der Kanalbrücke im Feld.

In diesen Tagen soll der Bau des Regenrückhaltebeckens am Kreuzungspunkt B236/B54 beginnen. „Aufgrund des Regens konnte nicht gearbeitet werden“, so Felgenhauer. Zunächst werde eine Baustraße zu dem weiter hinten im Feld liegenden Bauprojekt errichtet.

Regenrückhaltebecken kostet 1 Million Euro

Das Regenrückhaltebecken hat erstmal die Aufgabe, schmutziges Baustellenwasser abzuleiten. Später soll es dann das Straßenwasser aufnehmen. Zu der Anlage gehört ein Kleinklärbecken, in dem Öl abgeschieden werde und ein Bereich, der Starkregen aufnehmen könne. Im Frühjahr 2020, so der Zeitplan, soll das 1 Million Euro teure Regenrückhaltebecken fertig sein.

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Bis dahin ist eine Baustellenampel installiert. Sie ist so geschaltet wie die fest installierte. Die Baustellenampel musste aufgestellt werden, weil durch die Spurenverschiebung die Lichtzeichen nicht mehr mittig über der Fahrspur waren. Das allerdings ist vorgeschrieben.

Vierspuriger Ausbau bis 2023

Der eigentliche 11,8 Millionen teure Straßenausbau wird voraussichtlich im Oktober 2020 beginnen. „Wir fangen gerade mit den Ausschreibungen an“, so Felgenhauer. Dann wird es für die Lüner spürbar enger auf der Straße. Denn bevor die vier Spuren fertig sind, wird der Verkehr erstmal von drei auf zwei Spuren reduziert. Die Bauzeit ist bis Anfang 2023 geplant.

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Weil es sich um eine Bundesstraße handelt, wird die Maßnahme überwiegend vom Bund bezahlt. Die Stadt Lünen ist allerdings gefordert, wenn es um die neue Straßenbeleuchtung geht. Die Kosten dafür trägt die Kommune.

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