Viele Bilder: Darum bekommt das Lungenfachzentrum auch eine „Sauerstoff-Tankstelle“

Anbau Klinik am Park

„Luftnot ist schlimmer als Schmerz“, sagt Dr. Clemens Kelbel, Chefarzt und Ärztlicher Leiter der Klinik am Park. Darauf spezialisiert ist das Lungenfachzentrum. Das bekommt neue Räume.

Brambauer

, 26.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Viele Bilder: Darum bekommt das Lungenfachzentrum auch eine „Sauerstoff-Tankstelle“

Vor den Plänen des Anbaus der Klinik am Park (v.l.): Dr. Clemens Kelbel, Ärztlicher Leiter der Klinik am Park Lünen und Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie, Kardiologie und Intensivmedizin, und Dr. Burkhard Thiel, Leiter des Lungenfachzentrums und Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie. © Quiring-Lategahn

Zehn Millionen Euro investiert das Klinikum Westfalen in den Standort der Klinik am Park in Lünen-Brambauer. Hier entsteht zurzeit ein Anbau, in dem das zertifizierte Lungenfachzentrum neue Räume bekommt, aber nicht nur.

Zurzeit haben die Handwerker das Sagen. Ende des Jahres soll alles fertig sein. Dann erreichen Lungenpatienten die Fachklinik über einen eigenen Eingang von der Ferigestraße aus. Hier gibt es einen gemeinsamen Anmeldebereich der Pneumonologie und der Thorax-Chriurgie, die interdisziplinär zusammenarbeiten, „um das Beste für den Patienten zu erreichen“, wie Dr. Burkhard Thiel, Leiter des Lungenfachzentrums und Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie, erklärt.

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So wird der neue Anbau der Klinik am Park

Ein Neubau für das Lungenfachzentrum entsteht zurzeit an der Klinik am Park. Zehn Millionen Euro werden investiert. Wir zeigen, wie es momentan aussieht und später einmal werden soll.
26.07.2019
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So soll der neue Anbau an der Klinik am Park an der Ferigestraße aussehen. Hier ist der Eingang ins zertifzierte Lungenfachzentrum. Ins Auge fällt der Farbton Rot, der auch am Haupteingang Brechtener Straße dominiert. Das Erdgeschoss hat bodentiefe Fenster und ist mit Aluminium versehen, ähnlich wie am Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ).© Klinik am Park
Noch wirkt der Anbau wie ein Rohbau. Doch im Innern hat der Ausbau der vier Stockwerke längst begonnen. Sie sind über ein Treppenhaus, aber auch über zwei Bettenaufzüge erreichbar. Der Komplex ist barrierefrei, wie auch die Verbindung zum Altbau. Das weithin sichtbare Eingangsportal bekommt ein Glasvordach. Vor dem Gebäude soll es 15 Parkplätze geben.© Quiring-Lategahn
Hier wird der Anmeldebereich für Lungenpatienten sein: Dr. Clemens Kelbel (v.l.), Ärztlicher Leiter der Klinik am Park und Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie, Kardiologie und Intensivmedizin, Dr. Burkhard Thiel, Leiter des Lungenfachzentrums und Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie, sowie Krankenhausleiter Oliver Niggemann freuen sich über die Baufortschritte. © Quiring-Lategahn
So soll der Anmeldebereich einmal aussehen. Er wird zentrale Anlaufstelle für die Lungenpatienten sein. Die Fachrichtungen Pneumologie und Thorax-Chirurgie arbeiten interdisziplinär eng zusammen. Von der Zentralen Aufnahme aus sind im Erdgeschoss die Untersuchungsräume zu erreichen. Das bedeutet für die Patienten mit Atemproblemen kurze Wege. © Klinik am Park
Der Innenausbau hat begonnen. Zahlreiche Türzargen warten noch auf ihren Einbau. Im gesamten Anbau wurden 1000 Leuchten, 80 Kilometer Stromkabel, 50 Kilometer Netzwerkkabel und 300 Schalter sowie Steckdosen verlegt und installiert. Außerdem wurden 4600 Tonnen Beton und 270 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut. Die Nutzfläche liegt bei 2550 Quadratmetern.© Klinik am Park
23 Betten wird die Komfortstation im 2. Stock haben. Die Betten sind auf sieben Einzel- und acht Zweibettzimmer aufgeteilt. Während des Klinikaufenthalts werden Patienten hier besondere Annehmlichkeiten haben, die "ärztliche Leistung ist aber gleich", erklärt Michael Kleinschmidt, Geschäftsführer Klinikum Westfalen, zu dem die Klinik am Park gehört. © Klinik am Park
Momentan ist auf der normalen Bettenstation noch einiges zu tun. Der Innenausbau nimmt bereits Formen an, damit zum Jahresende auch alles fertig ist. Für die Versorgung von Lungenpatienten sind die Mitarbeiter psychologisch und medizinisch geschult sind. Denn Atemnot und Existenzängste zählen zu den stärksten Ängsten des Menschen. Ruhig bleiben und langsames Atmen wird trainiert.© Quiring-Lategahn
Ein Blick in ein Patientenzimmer der Normalstation mit 22 Betten. Die Räume sind hell gestaltet mit farbigen Bildern an den Wänden. 430 Quadratmeter umfasst die Station im 1. Stockwerk. Die Angebote des Lungenfachzentrums gehen über die stationäre Behandlung hinaus: Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der eigens gegründeten Selbsthilfegruppe "Luftpiraten". © Klinik am Park
Im 3. und 4. Stock versorgt der externer Partner ZBI, Zentrum für Beatmungs- und Intensivpflege, langzeitbeatmete Patienten. Sie sind in Einzelzimmern untergebracht, die über ein behindertengerechtes Bad mit Dusche, WC und Waschtisch verfügen. Auf der Station gibt es zusätzlich ein Bad. Zusätzlich sind dort Räume für Wohngruppen vorgesehen. © Quiring-Lategahn
So sollen später die Flure in der 3. und 4. Etage des Anbaus aussehen. Auffällig sind die teilweise runden Wände, die dem langen Flur eine besondere Optik geben. Das Zentrum für Beatmung und Intensivpflege (ZBI), ein externer Partner der Klinik am Park, hat diese Wände für die Beamtungs-WG vorgesehen. Bilder und Lampen sorgen für eine wohnliche Atmosphäre. © Klinik am Park

Im Erdgeschoss finden sich Untersuchungsräume. Mancher wird sich über ein Meterband auf dem Boden wundern: Es ist als Gehtest für Patienten mit Luftnot gedacht. Anschließend wird anhand einer Blutgasanalyse der Sauerstoffgehalt gemessen. Weil viele Patienten auf eine mobile Sauerstoffversorgung angewiesen sind, kommt in den Neubau auch eine „Sauerstoff-Tankstelle“.

Das neue Gebäude umfasst eine Betten- und Komfortstation. Im 3. und 4. Stock bietet ein externer Partner Räume für Langzeitpflege und langzeitbeatmete Patienten samt Wohngruppen an.

Die Klinik am Park hat 2019 im ersten Halbjahr 17.234 Patienten behandelt, davon 3549 Patienten stationär und 13.685 Patienten ambulant.
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