Die Mitglieder der DLRG-Kreisgruppe Lünen suchen seit zehn Jahren ein neues Vereinsheim. © DLRG Lünen
DLRG Lünen

Vereinsheim gesucht: DLRG Lünen seit zehn Jahren ohne festen Standort

Seit dem Abriss des alten Stadtbades hat die DLRG-Kreisgruppe Lünen kein Vereinsheim mehr. Die Suche nach einem neuen Standort ist schwierig. Ein Gebäude in Lünen könnte passen.

Geduld ist eine Stärke der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Kreisgruppe Lünen. Denn zehn Jahre ist die Gruppe heimatlos. Seit dem Abriss des alten Stadtbades, in dem die DLRG Lünen Räumlichkeiten nutzen konnte, wurde kein passender Ersatz gefunden. Der Wunsch nach einem Vereinsheim stehe auch dieses Jahr ganz oben auf dem Wunschzettel, heißt es in einer Pressemitteilung der DLRG.

Bisher musste sich die Kreisgruppe mit behelfen. „Wir haben eine Garage angemietet, in der das Motorrettungsboot steht. Die Materialien, die für die Ausbildung und den Wasserrettungsdienst benötigt werden, lagern in den Kellern der Mitglieder. Vier Kisten mit Material dürfen wir im Lippebad unterbringen“, berichtet Thomas Wiewiora, Referent für Öffentlichkeitsarbeit der DLRG.

Vereinsleben ohne Heim ist erschwert

Ohne Heim ist das Vereinsleben mit Jugendarbeit, Ausbildungsbetrieb und Wasserrettungsdienst sehr schwer. „In der Phase zwischen den Lockdowns konnte nur Trockentraining im Bereich um den Cappenberger See absolviert werden“, so Wiewiora. Heißt: Kein Schwimmtraining und keine Gelegenheit für die Übungsgruppen, überhaupt ins Wasser zu kommen. Treffen oder Schulungen sind nur möglich, wenn ein geeigneter Raum angemietet werden kann. „Wir haben bisher die Stadtinsel oder Räumlichkeiten der Marienjugend angemietet, aber das ist keine dauerhafte Lösung“, sagt Wiewiora.

Der Traum sei ein eigenes Gebäude. „Die Wunschvorstellung wären Garagen oder ein Anbau mit Stellplatz für das Boot und Lagerflächen für unsere Materialien sowie ein Schulungsraum von mindestens 50 Quadratmetern und einer Geschäftsstelle mit abschließbarem Büroraum“, so Wiewiora.

Die Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) hat der DLRG die alte Bürgerbücherei in Horstmar angeboten. „Es würde reichen für die Räume, die wir brauchen, und es gäbe eine Freifläche für eine Garage“, sagt Wiewiora. Allerdings: Die Stadt habe beschlossen, die Fläche für Container einer Ersatz-Kita zu nutzen. Damit wäre sie für die DLRG blockiert und sie wisse nicht, wie lange.

Gebäude mit Renovierungsbedarf

Hinzu komme, dass das Gebäude Renovierungsbedarf hat: Es braucht neue Elektrik, Fenster und Böden. Wie teure das wäre, ist noch offen. Je nach Angebot der Stadt könnte sich dieses Vorhaben jedoch besser lohnen als ein kompletter Neubau. „Die Instandsetzung eines Gebäudes hat einen größeren Fördertopf als ein Neubau.“ Ein weiteres ideales Objekt wäre die alte Feuerwehrwache in Wethmar gewesen. Doch da wären die Instandsetzungskosten zu hoch. Und so bleibt der DLRG-Kreisgruppe weiterhin nichts anderes übrig, als abzuwarten.

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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