Verdienstorden für Friedhelm Deuter: Seit langem engagiert für Lünen und Selm

Hohe Auszeichnung

Hohe Auszeichnung für Friedhelm Deuter - der Bundespräsident verlieh dem engagierten Lüner den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Die Begründung ist sehr umfangreich.

Lünen

01.09.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verdienstorden für Friedhelm Deuter: Seit langem engagiert für Lünen und Selm

Landrat Michael Makiolla (r.) überreichte den Orden im Namen des Bundespräsidenten an Friedhelm Deuter (2.v.r.). Gratulanten waren u.a. (v.l.) Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns, Dagmar Deuter und Selms Bürgermeister Mario Löhr. © Birgit Diers Kreis Unna

Landrat Michael Makiolla hatte am Dienstag (27.8.) ein langes Redemanuskript vor sich liegen, bevor er im Haus Opherdicke in Holzwickede dem Lüner Friedhelm Deuter den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland überreichte. Verliehen worden war die hohe Auszeichnung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Als erste Gratulanten waren Deuters Frau Dagmar und die Bürgermeister der Städte Lünen und Selm, Jürgen Kleine-Frauns und Mario Löhr, mit nach Opherdicke gekommen.

Mitarbeiter des Bundespräsidenten informierten sich

Schon im Mai 2016 wurde angeregt, Friedhelm Deuter mit dem Verdienstorden auszuzeichnen. Danach wurde ein offizielles Ordensverfahren eingeleitet, in dem von Mitarbeitern des Bundespräsidenten Informationen über die zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten Deuters eingeholt und Menschen, mit denen er zusammengearbeitet hat, befragt wurden. Makiolla verlas die lange Begründung der Ordensverleihung und nannte viele Gründe dafür, das ehrenamtliche Engagement Deuters zu würdigen.

Der Vater zweier Söhne ist gelernter Tischler und war Vorstandsvorsitzender des Bauvereins zu Lünen. Seit dem Jahr 2000 setzt sich Deuter „intensiv für die Entwicklung der Stadt Lünen ein“. Beispielsweise durch Projekte wie Public Private Partnership (PPP) beim Rathaus, beim Hauptbahnhof, Ärztehäuser, Seniorenresidenzen oder die Hertie-Immobilie.

Verdienstorden für Friedhelm Deuter: Seit langem engagiert für Lünen und Selm

Projektleiter Christian Christensen und die Vorstände Andreas Zaremba und Friedhelm Deuter vor dem fertigen Hertie-Gebäude © Foto: Fröhling

Sein berufliches Wirken habe sich positiv auf die städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Lünen ausgewirkt, auch weil der Bauverein seit dem Jahr 2000 fast ausschließlich Firmen aus der Umgebung beauftrage.

In zahlreichen überregionalen und internationalen Gremien der Wohnungsunternehmen hat sich Deuter ebenso engagiert wie bei der Unterstützung des „Seniorenladens“ an der Bebelstraße, dessen Träger das Evangelische Altenzentrum ist. In der Umgebung des „Seniorenladens“ wohnen zahlreiche ältere Bauvereins-Mieter.

Auch in Selm stark engagiert

Auch die Stadt Selm unterstützte Deuter bei deren Bemühungen sich städtebaulich weiterzuentwickeln. Zudem engagiert er sich ehrenamtlich durch seine Mitwirkung und Beratung beim „Langen Tisch“ in Selm, hier setzen sich einflussreiche Persönlichkeiten seit 2010 für die positive Entwicklung der Stadt ein und sorgten für die Gründung einer Bürgerstiftung.

Aber auch auf sportlicher Ebene ist Deuter aktiv. Zumal er auch der erfolgreichste Sportler in der beinahe 70-jährigen Vereinsgeschichte des Kanu- und Skiclubs Lünen (KSC) war. Bis 1979 gewann er bei Landes- und Deutschen Meisterschaften insgesamt 17 Medaillen.

Gründungs- und Vorstandsmitglied von „Pro Lünen“

Aber auch nach seiner aktiven Laufbahn blieb er dem KSC verbunden, erarbeitete den Grundriss für ein modernes Bootshaus wie es heute noch genutzt wird. Auch im Stadtsportverband brachte er sein Wissen mit ein.

Deuter ist zudem Gründungsmitglied von Pro Lünen und im Vorstand tätig. „Pro Lünen“ ist Veranstalter des Kinofestes und zahlreicher anderer Veranstaltungen.

Er unterstützt Projekte im Rahmen der Initiative „Schule ohne Rassismus“, weil es ihm ein Anliegen ist, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund und Zuwanderungsgeschichte weder ausgegrenzt noch benachteiligt werden.

Verdienstorden für Friedhelm Deuter: Seit langem engagiert für Lünen und Selm

Auch die Tafel liegt Friedhelm Deuter am Herzen, hier bei einer Spendenübergabe mit Tafel-Chefin Ulrike Trümper (M.) und Aurubis-Chefin Astrid Herbers. © Storks

Ein großes Anliegen ist für ihn die Unterstützung der Unnaer Tafel und vor allem ihrer Lüner Ausgabestelle. Im Mai 2016 wurde Deuter für sein bürgerschaftliches und unternehmerisches Engagement zum „Botschafter der Stadt Lünen“ ernannt.

Landrat Michael Makiolla übermittelte Deuter in Opherdicke die Glückwünsche des Bundespräsidenten, des Ministerpräsidenten von NRW und des Regierungspräsidenten aus Arnsberg.

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