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Verärgerter Lüner fragt: Wo war er denn, der Schienenersatzverkehr der Eurobahn?

Bahnhof Werne

Während der Stellwerkstörung, die den Zugverkehr der Regionalbahnen 50 und 51 teilweise lahmlegte, kündigten Eurobahn und Deutsche Bahn Schienenersatzverkehr an. Doch es hakte offenbar.

Lünen, Werne

, 12.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Verärgerter Lüner fragt: Wo war er denn, der Schienenersatzverkehr der Eurobahn?

Am Mittwoch warteten Fahrgäste am Bahnhof Werne stundenlang vergeblich auf die Eurobahn. Der versprochene Schienenersatzverkehr mit Bussen, so die Kritik, habe nicht funktioniert. © Jörg Heckenkamp

Dirk Adam aus Lünen wandte sich Donnerstag (11.) verärgert an unsere Redaktion. Er schilderte, was am Mittwoch (10.) seiner Tochter widerfuhr. Die geht in Werne zur Schule und wollte gegen 13 Uhr mit dem Zug der Eurobahn nach Lünen zurück fahren. Der Zug fiel aus, die Tochter rief den Vater an.

„Seit zwei Stunden kein Bus“

„Da ich durch die RN-Berichterstattung gut informiert war, erzählte ich ihr vom Schienenersatzverkehr“, so Adam. Sowohl Deutsche Bahn wie Eurobahn hatten den Schienenersatzverkehr für die Regionalbahnlinien 50 und 51 im Internet angekündigt, die Eurobahn sogar mit Angabe aller Bushaltepunkte. In Werne sollten die Busse am Bahnhof abfahren.

Was sie aber offenbar nicht taten, zumindest nicht, als Dirk Adams Tochter wartete. „Meine Tochter antwortete, dass ca. 40 Passagiere schon seit 11 Uhr vor dem Bahnhof stünden und seit zwei Stunden kein Bus der Eurobahn aufgetaucht ist. Ich gab ihr die Service-Rufnummer von Keolis. Der freundliche Mitarbeiter sagte meiner Tochter, dass es wohl auch keinen Schienenersatzverkehr geben würde, weil entsprechende Busfahrer nicht erreichbar wären. Er würde aber dafür sorgen, dass zumindest entsprechende Durchsagen am Bahnhof gemacht würden. Zum Schluss wünschte er ihr noch viel Glück bei der Weiterreise.“

Circa 70 wartende Reisende

Zu diesem Zeitpunkt, so Adam weiter, hätten sich laut Aussage seiner Tochter bereits ca. 70 Reisende am Bahnhof in Werne befunden. Nicole Pizzuti, Sprecherin des Unternehmens Keolis, das das Eurobahn betreibt, stellt die Dinge anders dar: „Umgehend nach Störungsmeldung haben wir einen Busnotverkehr eingerichtet durch die Fima Höner. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens kam es hierbei jedoch zu Verspätungen von rund 40 Minuten. Unsere Triebfahrzeugführer haben vor Ort die Fahrgäste informiert. Startpunkt des Busnotverkehres war in Werne.“

Eurobahn: Kann so kurzfristig leider passieren

Pizzuti weiter: „Wir bedauern, dass unsere Fahrgäste nicht unverzüglich abgeholt werden konnten. Leider kann dieses bei so kurzfristigen Umsetzungen passieren. Sicherlich hat auch das Busunternehmen alles bewegt, um schnellstmöglich vor Ort zu sein; welches aufgrund der Verkehrslage jedoch im wahrsten Sinne des Wortes ausgebremst wurde.“

„Diese Stellungnahme von Keolis deckt sich nicht mit den Erfahrungen meiner Tochter“, sagt Dirk Adam. Als lieber Vater habe er sich am Mittwoch mal wieder ins Auto gesetzt und seine Tochter vom Bahnhof Werne abgeholt. Eine Durchsage am Bahnhof habe es bis zum Zeitpunkt der Abholung nicht gegeben. „Störungen können vorkommen, aber vernüftiges Krisenmanagement sieht für mich deutlich anders aus“, so Adam.

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