Unterricht nach Corona: Schulen sind für Hygieneplan verantwortlich

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Am Donnerstag geht es zumindest für einen Teil der Schülerinnen und Schüler in Lünen wieder mit dem Unterricht los. Dabei müssen sich die Schulen an klare Regeln halten, was Hygiene angeht.

Lünen

, 21.04.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit der Nachricht, dass die Schulen am Donnerstag (23.4.) zumindest teilweise wieder öffnen sollen, sind Lehrerinnen und Lehrer damit beschäftigt, die Rückkehr der Schüler zu planen.

Dazu kommen die Abschlussschüler an Haupt-, Real- und Gesamtschulen. „In Lünen besuchen derzeit insgesamt 552 Schülerinnen und Schüler die zehnten Klassen“, teilt Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage mit. Sie müssen, sofern gesund, zum Unterricht zurückkehren.

334 Schülerinnen und Schüler sind in den Abiturjahrgängen der Gymnasien und Gesamtschulen. Für sie ist diese Rückkehr freiwillig - sie können sich auch weiter zuhause auf die Prüfungen vorbereiten, die am 12. Mai beginnen.

Abstandsregeln erfordern Raumkonzept

Diese Freiwilligkeit macht es für die Schulen schwieriger, den Neustart nach der Corona-Pause zu planen: Denn weiterhin gelten klare Abstandsregeln, die auch beim Unterricht eingehalten werden müssen. Die Folge: Es braucht ein Raumkonzept, wo welche Schüler von wem unterrichtet werden. Denn auch viele Lehrer können nicht an die Schulen zurückkehren, weil sie zur Risikogruppe gehören.

Neben dem Raumkonzept ist auch ein Hygieneplan erforderlich, den die Schulen ebenfalls selbst aufstellen müssen. Desinfektionsmittel, Papierhandtücher und Seife stellt die Stadt als Schulträger: „Derzeit ist alles vorhanden und die Reinigungskräfte und Hausmeister sind angewiesen, häufig zu kontrollieren, ob von allem genügend in den Schulen vor Ort vorhanden und verfügbar ist“, so Spangardt.

Die Schulen müssen den „Nachschub“ an Seife und Handtüchern nicht selbst bestellen: „Das machen die Reinigungskräfte und Hausmeister.“ Auch mit Blick auf die gesteigerte Nachfrage müsse man sich keine Sorgen machen, sagt Spangardt: „Derzeit sehen wir kein konkretes Nachschubproblem, aber wir beobachten das Thema sehr genau und arbeiten permanent daran, die Versorgung auch langfristig sicherzustellen.“

Noch keine Empfehlungen für die Eltern

In anderen Städten haben Schulen den Eltern empfohlen, ihren Kindern eigene Handtücher oder auch Schutzmasken mitzugeben. Von derartigen Empfehlungen in Lünen weiß die Verwaltung derzeit noch nichts. „Die Schulleiter und Schulleiterinnen können sich selbstverständlich immer an die Schulverwaltung wenden, wenn es beispielsweise um Fragen der Reinigung, des Materialnachschubs oder um gebäudetechnische Fragen geht.“ Grundsätzlich sei jedoch klar, dass die Schulen für die Einhaltung des Hygieneplans zuständig sind.

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