Unfallflucht auf einem Lüner Parkplatz landete vor dem Richter

Amtsgericht

Eine Unfallflucht mit großen Folgen: Vor dem Lüner Amtsgericht stand jetzt ein Dortmunder, der in Lünen einen Unfall verursacht hatte und wegfahren war. Ein Problem ist sein Beruf.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 02.12.2019, 15:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unfallflucht auf einem Lüner Parkplatz landete vor dem Richter

Auf dem Parkplatz der Sparkasse an der Lippe geschah der Unfall. Hier fuhr der Angeklagte einfach davon. © Torsten Storks

Beim Ausparken geschah einem 44-Jährigen in Lünen ein Missgeschick. Er stieß an einen fremden Wagen. Trotz Schaden fuhr er weiter – vor den Augen von Zeugen. Nun musste er sich wegen dieser Unfallflucht vor dem Amtsgericht verantworten.

Er hatte es eilig, musste zur Arbeit. In dieser Situation dachte der Dortmunder offenbar nicht nach, als er am Abend des 2. November 2018 auf dem Parkplatz an der Sparkasse zurücksetzte und mit dem anderen Auto kollidierte.

Obwohl er auf den Unfall mit zunächst geschätzten 1500 Euro Fremdschaden hingewiesen wurde, verschwand er. Und das hatte Folgen für den 44-Jährigen. Er erhielt einen Strafbefehl: 1200 Euro Geldstrafe und neun Monate Sperrfrist zur Neuerteilung einer Fahrerlaubnis. Für den Mann, der sein Geld als Kraftfahrer verdient, eine Katastrophe. Er legte Einspruch ein.

Mildes Urteil des Amtsgerichts

Nun wurde sein Fall in Lünen verhandelt. Er wollte sich zunächst nicht zu dem Vorwurf äußern, besann sich jedoch später eines Besseren, beschränkte den Einspruch gegen den Strafbefehl auf die Rechtsfolge, also auf die Strafe, und räumte die Tat damit automatisch ein. Das Geständnis, ein mit 600 Euro tatsächlich deutlich geringerer Schaden und eine keinesfalls rosige finanzielle Lage stimmten das Gericht milde: 800 Euro Geldstrafe und keine Führerschein-Maßnahmen.

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