Weil ein über Ebay verkauftes Handy nie beim Käufer ankam, stand jetzt ein Mann aus Lünen vor Gericht. © picture alliance/dpa/dpa-tmn
Gericht

Über Ebay verkauftes Handy kam nie an: Anklage gegen Mann aus Lünen

War es Betrug? Weil ein Lüner über Ebay ein Handy verkauft hatte, das beim Käufer nie ankam, musste er sich jetzt vor Gericht verantworten.

„Das war definitiv nicht absichtlich.“ – Über Ebay veräußerte ein Lüner (46) ein iPhone, das offenbar nie bei dem Käufer ankam. Vor Gericht beteuerte er nun, ohne jeden Betrugsvorsatz gehandelt zu haben.

150 Euro überwies der Kunde Anfang Februar auf das Konto des Mannes aus Lünen. Laut Anklage wartete er dann vergeblich auf das Eintreffen des Smartphones. Schließlich erstattete er Anzeige gegen den 46-Jährigen.

Nun hatte der Fall ein juristisches Nachspiel vor dem Amtsgericht. Dort erklärte der Angeklagte, seine zwölfjährige Tochter habe das Päckchen zur Post gebracht und dummerweise den unversicherten Zustellungsweg ohne Sendungsnummer gewählt. Und dann habe auch noch sein eigenes Handy den Geist aufgegeben, sodass er, was den Käufer betreffe, keine Kontaktdaten mehr gehabt habe. Er habe alles versucht, an die Daten zu gelangen, habe es nach der Strafanzeige sogar über die Polizei versucht. Erfolglos. Dabei sei er doch immer bereit gewesen, das Geld zu erstatten. Überhaupt: „Er setze doch nicht für 150 Euro seine laufende Bewährung aufs Spiel.“

Künftig werde er gewiss keine Sachen mehr verschicken. Er erhielt am Ende eine Chance und sein Verfahren wurde vorläufig eingestellt. Die Auflagen: Schadenswiedergutmachung und 200 Euro Geldbuße.

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