Die Schiebetür zu Parkplätzen und Fahrradständern auf dem Hinterhof des Lüner Hauptbahnhofs wurde bereits acht Mal beschädigt. © Nora Varga
Vandalismus

Tür am Lüner Hauptbahnhof innerhalb eines Jahres acht Mal beschädigt

Eine Schiebetür am Lüner Hauptbahnhof wurde von Unbekannten schwer beschädigt. Kein Einzelfall, wie die Bahn bestätigt. Die Schadenssumme bewegt sich mittlerweile im fünfstelligen Bereich.

Eingeschlagenen Scheiben und Rahmen, die aus der Verankerung gerissen wurden. Am Lüner Hauptbahnhof wurde eine Schiebetür stark beschädigt. Wie die Pressestelle der Deutschen Bahn auf Anfrage erklärte, ist das nicht der erste Vorfall von Vandalismus an der Schiebetür. Die führt in den Hinterhof des Bahnhofes zu Fahrradständern und einigen Parkplätzen.

Pressesprecher Dirk Pohlmann: „Wir haben im vergangenen Jahr acht Mal Beschädigungen an dieser Tür gehabt. Die Schäden belaufen sich mittlerweile auf 25.000 Euro. Das ist Geld, was wir nicht in andere Bereiche stecken können.“ Der Schaden sei im Laufe der letzten Woche von Reinigungskräften bemerkt worden.

Auch der neuste Vandalismus wir von der Bahn beseitigt werden. Dirk Pohlmann: „Wir werden die Tür dieses Mal allerdings feststellen.“ Das heißt: Die Tür bleibt künftig durchgehend offen. Die Bahn hofft, dass sie so nicht wieder beschädigt werden wird. Da das Problem bekannt sei, habe die Bahn schon länger versucht, mit stärkerem Einsatz von hauseigenen Sicherheitskräften den Bereich zu schützen. Dirk Pohlmann: „Das hatte bisher leider noch keinen Erfolg. Das alles ist für uns auch mehr als ärgerlich.“

Jetzt wolle die Deutsche Bahn auch an die Stadt Lünen herantreten, um gemeinsam zu überlegen, wie man weitere Fälle von Vandalismus verhindern kann. Eine Möglichkeit sei, dass Streifen der Landespolizei eingesetzt werden, wie Pohlmann erklärt. Nach allen acht Vorfällen an der Tür habe die Bahn Anzeige erstattet, allerdings habe es bisher keine Ermittlungserfolge gegeben.

Nach der erneuten Reparatur der Schiebetür soll sie festgestellt und damit durchgängig offen sein. Die Bahn hofft, so neue Beschädigungen zu verhindern.
Nach der erneuten Reparatur der Schiebetür soll sie festgestellt und damit durchgängig offen sein. Die Bahn hofft, so neue Beschädigungen zu verhindern. © Nora Varga © Nora Varga

Kameras sind keine Hilfe

Die Kameraüberwachung im Lüner Bahnhof sei in diesem Fall auch keine Hilfe. „In diesem Bereich gibt es keine Überwachung.“ Außerdem seien Kameras an Bahnhöfen nicht automatisch von der Bahn. „Auf den Bahnsteigen kommen die Kameras zum Beispiel von der Bundespolizei für Kontrollen, darauf haben wir keinen Zugriff.“

Trotz der wiederholten Beschädigungen an der Tür in Lünen, sei der Hauptbahnhof kein Hotspot für Vandalismus. „Bis auf die Tür haben wir keine besonderen Vorkommnisse“, erklärt Pohlmann „Das Thema ist ein gesamtgesellschaftliches und Lünen ist da kein besonderes Problem. Wir werden das jetzt in Zusammenarbeit mit anderen Stellen angehen.“

Zuletzt hatte es Ende 2020 auch Aufregung um Vandalismus rund um den Lüner Hauptbahnhof gegeben. Unbekannte hatten Verkehrsschilder in das Gleisbett gelegt, damit sogar eine vorübergehende Sperrung der Strecke verursacht. Auch ein Hubschrauber war auf der Suche nach den Tätern eingesetzt worden.

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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