Mitten im Lockdown hat Zweirad Mönninghoff eine neue Werkstatt an der Bäckerstraße eröffnet. © Goldstein
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Trotz Lockdown: Zweirad Mönninghoff jetzt zweimal an der Bäckerstraße

16 Tage war Romuald Tichawski neuer Chef von Zweirad Mönningoff, da griff ihm der Lockdown in die Speichen. Kein optimaler Start. Doch er nutzt die Zeit und hat eine neue Werkstatt eröffnet.

Vom Lockdown lässt sich Romuald Tichawski nicht ausbremsen, auch von der jetzt angesetzten Verlängerung nicht. Der neue Chef, der zum 1. Dezember das Traditionsgeschäft Zweirad Mönnighoff an der Marktstraße 22 in Lünen übernommen hat, feilt an seinen Zukunftsplänen. „Ich hatte gerade 16 Tage eröffnet, da kam der Lockdown“, berichtet er. Seit fast zwei Monaten läuft es nicht normal, nur Werkstattbetrieb sowie Bestell- und Abholservice. Kein Vergleich, als wenn er richtig öffnen könnte.

Doch Tichawski hat die Zeit genutzt. An der Bäckerstraße ist Zweirad Mönninghoff jetzt gleich zweimal vertreten: Das E-Bike-Center hat die Hausnummer 23, eine neue Fahrradwerkstatt ist nicht weit entfernt davon und hat die Hausnummer 19. So bleibt im Hauptgeschäft an der Marktstraße mehr Ausstellungsfläche für neue Räder. In der ehemaligen Werkstatt dort ist jetzt nur noch Neuradmontage.

Mitarbeiter in Kurzarbeit

Tichawski schaut nach vorn, auf die kommende Fahrradsaison. Daher ist ihm eine Verlängerung des Lockdowns jetzt lieber, als ein möglicher Shutdown im Sommer. Denn dann brummt es auf dem Fahrradmarkt.

Etliche seiner 19 Mitarbeiter sind zurzeit in Kurzarbeit. Momentan ist es ruhig. Einige Kunden rufen an. Oft schließen sie JobRad-Verträge am Telefon, ein Leasing-Modell in Verbindung mit dem Arbeitgeber. „Nachfragen sind da“, bestätigt Romuald Tichawski. In der Gunst der Kunden stehen E-Bikes ganz vorne. 90 Prozent machen sie aus. Während früher eher ältere Kunden auf Elektro-Antrieb setzten, werden inzwischen die Fahrer immer jünger. Auch Kinder-E-Bikes sind angesagt. „Wenn die Eltern elektrisch unterwegs sind, wollen sie, dass der Nachwuchs auch mitkommt“, schildert Tichawski.

E-Bike-Fahrer werden jünger

Das Publikum verändert sich. Auch 18-Jährige interessieren sich für Räder mit Akku. Es sind oft junge Auszubildende, die ihr selbstverdientes Geld in Mobilität auf zwei Reifen stecken. Zwar werden überwiegend Trekking- oder City-Räder nachgefragt, doch auch Mountainbikes mit E-Technik schieben sich in der Gunst nach vorne.

Tichawski hofft, dass das Geschäft im Frühling wieder anrollen kann. Vorbereitet ist er jedenfalls. Zum 1. März soll ein weiterer Mitarbeiter kommen. Die Weichen Richtung Zukunft hat er auch mit der neuen Werkstatt an der Bäckerstraße 19 gestellt. Die wurde modern mit vier Arbeitsplätzen eingerichtet. Werkzeuge und Montageständer sind neu, ein spezieller Computer für E-Bikes werde noch folgen und ein neues Kassensystem installiert.

Momentan ist die Werkstatt aufgrund des Schneewetters von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Terminvereinbarung ist über den neuen Anschluss, Tel. (02306) 84 92 400, möglich. Ab Montag (15.2.) soll wieder bis 17 Uhr geöffnet sein.

Romuald Tichawski ist zuversichtlich. Er weiß, dass die Leute wieder raus und sich bewegen wollen, gerne auch auf zwei Rädern.

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Magdalene Quiring-Lategahn

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