Trotz Corona-Krise: „Das Greif“ in Lünen meldet sich zurück

dzGastronomie in Lünen

Wegen der Corona-Krise war auch das Restaurant Greif in Wethmar wochenlang dicht. Das sieht seit einigen Tagen anders aus. Wir haben mit Inhaber Bob Michaels gesprochen.

Lünen

, 09.06.2020, 20:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Allen Corona-Widrigkeiten zum Trotz: Nach dem Biergarten ist das Kultlokal „Das Greif“ in Wethmar seit dem vergangenen Wochenende nahezu komplett für seine Gäste geöffnet - im Restaurant steht etwa die Hälfte der Tische zur Verfügung. An den Tischen ist Platz für ca. 30 Personen.

Die angeschlossene Music-Hall, in der in normalen Zeiten verschiedenste Veranstaltungen stattfinden, bleibt derweil bis auf Weiteres geschlossen.

„Wir haben am Freitag (5. Juni) erstmalig wieder im Restaurant Speisen und Getränke serviert“, sagte Inhaber Bob Michaels am Dienstag (9. Juni) im Gespräch mit unserer Redaktion.

Konjunktur-Programm

Die Öffnung habe aber nichts mit dem Anfang des Monats von der Bundesregierung verabschiedeten, umfangreichen Konjunkturpaket zu tun, erklärte der Gastronom weiter.

Das milliardenschwere Paket sieht unter anderem vor, Hotels, Clubs, Bars und Gaststätten von Juni bis August fixe Betriebskosten bis zu einem Betrag von 150.000 Euro zu erstatten.

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Hinter der Öffnung des Restaurantbereichs steht vielmehr eine weitere, von der nordrhein-westfälischen Landesregierung jüngst auf den Weg gebrachte Lockerung für den Betrieb von Gaststätten.

„Die Tische müssen zwar nach wie vor 1,50 Meter auseinander stehen. Allerdings wurde der, ich nenne es den 1,50-Meter-Weg-Abstand, aufgehoben“, sagte Michaels. Das heißt, die Gäste dürfen an den Tischen vorbeigehen, ohne dass ein Mindestabstand von 1,50 Meter zum Tisch durch den Gastronom sichergestellt werden muss.

„Dafür müssen die Besucher, wenn sie vom Tisch aufstehen, um meinetwegen die Toilette zu besuchen, einen Mundschutz aufsetzen.“

Hände am Tisch desinfizieren

Bevor Speisen oder Getränke ausgewählt und geordert werden, müssen sich die Gäste die Hände desinfizieren. Das geschieht am Tisch.

Die gleiche Prozedur findet vor dem Verlassen des Lokals statt. Und natürlich wird auch im Greif akribisch festgehalten, wer von wann bis wann mit wem wo gesessen hat. „Das geht entweder elektronisch oder aber mittels eines handschriftlich ausgefüllten Vordrucks“, so Bob Michaels.

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Um die Corona-Krise bewältigen zu können, hat Michaels geplante, größere Investitionen in die Zukunft verschoben:

„Eigentlich wollte ich mir ja den Biergarten mal vornehmen und dort unter anderem neuen Rasen verlegen. Daraus wird nichts.“ Denn, so Bob Michaels, das „laufende Geschäftsjahr kann ich doch komplett abschreiben.“ Er hoffe, wenigstens ein paar Weihnachtsfeiern durchführen zu können: „Aber wer weiß, wie es bis dahin corona-mäßig aussieht.“

Hinweise für Gäste

  • Wegen der begrenzten Sitzmöglichkeiten bittet Bob Michaels vorab zu reservieren.
  • Entweder telefonisch unter (02306) 910-55-22 oder übers Internet.
  • An den Öffnungszeiten hat sich nichts geändert.
  • Die Speisenkarte wurde nicht abgespeckt.
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