Traum vom Radler-Hotel soll wahr werden

LÜNEN Ein Radfahrer-Hotel im Lüner Hauptbahnhof - der Verwirklichung dieses lang gehegten Traumes sieht sich die Arbeiterwohlfahrt (AWO) so nah wie noch nie. "Wir befinden uns in ordentlichen Gesprächen mit der Stadt und dem Bauverein", sagte der stellv. AWO-Unterbezirksvorsitzende und SPD-Landtagsabgeordnete Wolfram Kuschke am Dienstag.

von Von Peter Fiedler

, 29.07.2008, 15:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Teilnehmer der AWO-Sommertour machten am Dienstag auch am Lüner Hauptbahnhof Station.

Die Teilnehmer der AWO-Sommertour machten am Dienstag auch am Lüner Hauptbahnhof Station.

Das Angebot der Arbeiterwohlfahrt stehe: Sie wolle im Bahnhof ein Radfahrer-Hotel betreiben und eine Begegnungsstätte einrichten, als Treffpunkt für den wiederbelebten Ortsverein Lünen-Nord, aber auch offen für andere Vereine und Gruppen. Wie berichtet, hatte die Stadt durch ihr Enkelunternehmen Stadthafen das Bahnhofsgebäude von der Bahn gekauft. Nach den aktuellen Plänen könnte der Bauverein die Immobilie übernehmen, sanieren und dann an die AWO und weitere Nutzer vermieten. "Ein Kiosk oder ein Bäcker sind denkbar", nannte Kuschke Beispiele. Das Radler-Hotel solle eine Herberge für Zweiradtouristen werden, "bescheiden, aber ordentlich."Erste Radstation im Kreis wurde in Lünen eröffnet

"Wäre schön, wenn es klappen würde, der Bahnhof hätte es verdient", erklärte AWO-Geschäftsführer Peter Resler. Er erinnerte daran, dass die AWO 1990 ihre erste Radstation im Kreis Unna am Lüner Hauptbahnhof eröffnet habe und ein Radler-Hotel schon lange auf der Wunschliste stehe.

"Wir wollen die verschiedenen Interessen in den laufenen Gesprächen zusammenführen", betonte Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick.

Er nahm gestern mit dem Bundestagsabgeordneten Rolf Stöckel, den Landtagsabgeordneten Wolfram Kuschke und Rainer Schmeltzer sowie Vertretern der AWO-Spitze an der "AWO-Sommertour" teil. Ziele waren AWO-Projekte, wobei die Radstationen den Schwerpunkt bildeten.Nachfrage an Radstationen stiegt ständig

Allein elf Radstationen betreibt die Arbeiterwohlfahrt im Kreis Unna, will damit umweltfreundliche Mobilität unterstützen. Die Nachfrage steige ständig. So rechnet die AWO damit, dass die Dienstleistungen der Lüner Station (Bewachung, Vermietung, Reparatur) in diesem etwa 39 500 mal nachgefragt werden. 2007 lag die Zahl bei 37 881.

Lesen Sie jetzt