Trauerhalle in Lünen-Süd bekommt ein Vordach, es dauert bloß noch ein Weilchen

dzFehlender Regenschutz

Seit drei Jahren steht die neue Trauerhalle auf dem Kommunalfriedhof in Lünen-Süd - und einige Trauergäste bei größeren Beerdigungen regelmäßig im Regen. Das soll sich bald ändern.

Lünen-Süd

, 15.08.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war im September 2016, da ging die neu gebaute Trauerhalle des Kommunalfriedhofes in Lünen-Süd in Betrieb. Seitdem wurde immer mal wieder Kritik an dem Neubau laut. Vor allem deshalb, weil die Stadt aus Kostengründen auf eine Überdachung für die Trauerhalle verzichtet hat.

Dass ein Teil der Trauergäste bei größeren Beerdigungen im ungünstigsten Fall im Regen steht, weil es draußen keine Überdachung gibt, hatte ZGL-Chef Marc Stoverock im November 2016 bei einem Ortstermin auf Einladung der SPD Lünen-Süd mit dem knappen Budget von 636.000 Euro für den Bau der Trauerhalle erklärt.

Abgespeckte Variante gebaut

Ursprünglich hatten Architekten und Planer 800.000 bis 900.000 Euro veranschlagt. Davon musste sich die Stadt wegen leerer Kassen jedoch verabschieden. Das ist auch der Grund, warum die Trauerhalle über keine Empore für eine Orgel verfügt, keine Klinkerfassade hat, und nur noch 70 statt 90 Trauernden Platz bietet.

Stadtgrün-Abteilungsleiter Thomas Herkert und ZGL-Chef Marc Stoverock versprachen damals Abhilfe, „da, wo es geht“.

Mit Blick auf die Überdachung passierte lange Zeit gar nichts. Dass Bewegung in die Sache kam, ist nicht zuletzt der Hartnäckigkeit von Manfred Kolodziejski, Chef der SPD Lünen-Süd, zu verdanken.

Thema im Aussschuss und im Rat

Im Juni 2018 beschäftigte sich schließlich der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung mit dem Thema. Einstimmig fasste das Gremium den Beschluss, „die Verwaltung prüfen zu lassen, inwieweit die Möglichkeit zum kostengünstigen Bau eines Regenschutzes (z.B. Vordach) an der Trauerhalle Lünen-Süd besteht“. Dass die Möglichkeit besteht, war relativ schnell klar.

Bevor der Stadtrat dann Anfang dieses Jahres das Projekt absegnete, hatte der Stadtbetrieb Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) im Auftrag des zuständigen Grünflächenamtes die Kosten für den Bau eines Regenschutzes ermittelt - rund 45.000 Euro.
Im weiteren Verlauf sollte sich ZGL um die Umsetzung des Projekts kümmern. Von der Ausschreibung bis hin zur Fertigstellung des Bauvorhabens: „Darauf warten die Menschen hier vor Ort immer noch“, sagte Manfred Kolodziejski am Dienstag (13. August) im Gespräch mit unserer Redaktion.

„Auftrag wird in Kürze erteilt“

Zum Stand der Dinge erklärte Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage unserer Redaktion:

„Es liegen Angebote vor und der Auftrag wird in Kürze erteilt. Es müssen lediglich noch kleinere technische Details geklärt werden. Nach Auftragserteilung ist die Lieferzeit abzuwarten, dann kann der Bau losgehen. Wir rechnen momentan damit, dass die Maßnahme Ende Oktober abgeschlossen sein kann.“

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