THW Lünen freut sich über neues Fahrzeug für 250.000 Euro

Technisches Hilfswerk

Wenn ein Fahrzeug 35 Jahre im Einsatz war, kann man schon mal an die Anschaffung eines neuen denken. Beim Technischen Hilfswerk (THW) in Lünen war es jetzt endlich soweit.

Lünen

, 28.04.2019 / Lesedauer: 3 min
THW Lünen freut sich über neues Fahrzeug für 250.000 Euro

35 Jahre hat sich der Gerätekraftwagen (r.) der 1. Bergungsgruppe des Technischen Hilfswerks Lünen (THW) bewährt. Jetzt wurde das Fahrzeug durch einen neuen, noch leistungsfähigeren Gerätekraftwagen (GKW 1) ersetzt. © Volker Beuckelmann

Ob Menschen- und Tierrettung, Bekämpfung von Hochwasser- und Sturmschäden sowie andere technische Hilfeleistungen etwa beim jährlichen Fackelschwimmen auf der Lippe - 35 Jahre hat sich der Gerätekraftwagen der 1. Bergungsgruppe des Technischen Hilfswerks Lünen (THW) bewährt. Am Samstag, 27. April, wurde das Fahrzeug durch einen neuen, noch leistungsfähigeren Gerätekraftwagen (GKW 1) ersetzt. Ein Grund zum Feiern, zur Danksagung und zur Einsegnung des neuen Gefährtes durch Pfarrer Willi Wohlfeil, Notfallseelsorger im Kreis Unna.

THW Lünen freut sich über neues Fahrzeug für 250.000 Euro

Im Rahmen einer Feier wurde der neue Gerätekraftwagen des THW Lünen präsentiert. Notfallseelsorger Pfarrer Willi Wohlfeil (2.v.l.) segnete das Fahrzeug, Siegfried Störmer (l.) dankte als stellv. Bürgermeister dem THW-Team für sein ehrenamtliches Engagement. © Volker Beuckelmann

Vertreter aus Politik, Verwaltung, von DRK, DLRG, Feuerwehr und Johannitern sowie Sponsoren und Gäste wie die Lüner Reservisten waren zur Unterkunft an die Frydagstraße gekommen, um sich das neue „Flaggschiff“ anzusehen bei der Übergabe durch den THW-Landesbeauftragten Dr. Hans-Ingo Schliwinski.

88 aktive Ehrenamtliche

Er lobte den sehr gut aufgestellten, qualifizierten Lüner Ortsverband mit seinen 88 aktiven Ehrenamtlichen, darunter 23 Junghelfer, für seine Leistungsfähigkeit. „Es ist hervorragend angelegtes Geld“, so der Landesbeauftragte mit Blick auf die Anschaffungskosten in Höhe von etwa 250.000 Euro für das Fahrzeug. Dessen Ausrüstung, Spezialgeräte und Werkzeug, stammt aus dem Vorgängerfahrzeug.

Das Warten, so der THW-Zugführer Thomas Wittmar, habe sich gelohnt. Das neue Fahrzeug bietet mehr Möglichkeiten, als der Vorgänger und hat statt sieben neun Sitzplätze und 290 statt 170 PS. „Lünens Leben wäre ärmer ohne das Ehrenamt. Sie sorgen für eine enorme Bereicherung unseres städtischen Lebens“, hob der stellv. Bürgermeister Siegfried Störmer das umfassende THW-Engagement hervor.

Alt-Fahrzeug hat noch eine neue Zukunft

Das gut erhaltene Altfahrzeug soll eine neue Zukunft haben. „Das THW baut in Jordanien und in Tunesien einen ehrenamtlichen Zivilschutz nach deutschem Vorbild auf. Das alte Lüner Fahrzeug erfüllt die besten Voraussetzungen dafür, dass es in einem der beiden Länder zum Einsatz kommt“, so Karl-Heinz-Röntgen, stellv. THW-Leiter in Lünen. Er lobte bei der Übergabe seinen Kameraden Sebastian Koch, Gruppenführer der 1. Bergungsgruppe, der als Ausbilder gerade aus Jordanien zurückgekehrt war, um dort Einsatzkräfte des Zivilschutzes zu unterrichten.

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