Stromtarife: Wechsel ist einfach

LÜNEN "Verbraucher aktuell" lautet der Titel unserer diesjährigen Sommerserie mit den Fachleuten der Verbraucherberatung. Heute geht es um den Wechsel des Stromanbieters, der gar nicht so schwer ist, wie manche Verbraucher vielleicht denken.

von Von Beate Rottgardt

, 03.07.2008, 14:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Wechsel zu einem anderen Stromanbieter ist nicht schwer, erklären die Experten der Verbraucherberatung.

Der Wechsel zu einem anderen Stromanbieter ist nicht schwer, erklären die Experten der Verbraucherberatung.

Seit zehn Jahren ist der Strommarkt liberalisiert und eigentlich ist ein Anbieterwechsel ganz einfach und unkompliziert. Ingrid Deutmeyer: "Man braucht auch keine Angst zu haben, dass man wegen eines Wechsels plötzlich ohne Strom dasteht." Wechsel können sich sogar mehrmals im Jahr rentieren.

Seit zehn Jahren ist der Strommarkt liberalisiert und eigentlich ist ein Anbieterwechsel ganz einfach und unkompliziert. Ingrid Deutmeyer: "Man braucht auch keine Angst zu haben, dass man wegen eines Wechsels plötzlich ohne Strom dasteht." Wechsel können sich sogar mehrmals im Jahr rentieren.

Internetseiten

Im Internet gibt es zahlreiche Seiten, die Stromrechner anbieten. Man braucht nur seine Postleitzahl und den Stromverbrauch des vergangenen Jahres einzugeben, den man aus der Rechnung ersehen kann. Dann werden dem Interessenten zahlreiche Anbieter genannt.

Man sollte allerdings genau hinschauen. Denn es gibt auch einige Fallstricke und der scheinbar günstigste Anbieter ist dann doch nicht so billig. So sollte man vorsichtig sein, wenn Vorauskasse verlangt wird. "Wenn der Anbieter pleite ist, ist das Geld weg. Auch wenn dann der örtliche Anbieter sofort wieder einspringt und man Strom hat, muss man so doppelt zahlen", warnt Ingrid Deutmeyer. Und es kann auch dauern, bis der neue Anbieter liefert. Auch in dieser Zeit zahlt man doppelt.

Kritisch kann auch ein "Paket" werden, in dem man für ein Jahr eine bestimmte Menge an Kilowattstunden kauft. Verbraucht man doch mehr, kann dieser Verbrauch dann teurer verrechnet werden. Verbraucht man weniger, bekommt man möglicherweise nichts erstattet.

Bonus

Aufpassen sollte man auch beim einmaligen Bonus, den Anbieter gewähren. Der gilt nämlich nur fürs erste Jahr, ab dem zweiten Jahr wird es dann um die Bonussumme teurer.

"Gut ist das Onlineangebot der Lüner Stadtwerke, bei dem man monatlich abrechnen und so besser kalkulieren kann", erklärt Ingrid Deutmeyer.

Man sollte auch die Kündigungsfristen beachten. Wenn man sich für drei Jahre festlegen muss, kann man nicht auf Änderungen am Markt reagieren. Sparen kann man auch, wenn man beim bisherigen Anbieter in einen anderen Tarif wechselt.

Wer kein Internet zuhause hat, kann sich bei der Verbraucherberatung erkundigen.

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