Stockey-Nachfolger hat schon wieder geschlossen - Public 5 ist Geschichte

dzGastronomie in Lünen

Die Rollläden sind seit Wochen heruntergelassen. Die Speisekarte hängt zwar noch im Schaukasten, aber die Türen des Restaurants „Public 5“ sind geschlossen. Ein Nachfolger wird gesucht.

Lünen

, 25.04.2019, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Restaurant „Public 5“ an der Dortmunder Straße 35 ist schon wieder geschlossen. Erst im Juli 2018 hatte Manuel Ribeiro das „Public 5“ eröffnet. Nun ist es, so Imdat Acar, dem das Haus gehört, bereits seit Anfang des Jahres geschlossen. Auch wenn die Speisekarte samt Öffnungszeiten noch im Schaukasten neben der Eingangstür hängt. Die Rollläden an Fenster und Tür sind heruntergelassen.

Damit ist schon der zweite Nachfolger des traditionsreichen Restaurants „Stockey“ gescheitert. Im Mai 2017 hatte der damalige Pächter Daliver Pajazetovic eine Privatinsolvenz befürchtet und das Lokal geschlossen. Danach stand es wieder länger leer, bis Ribeiro sein „Public 5“ eröffnete.

Stockey-Nachfolger hat schon wieder geschlossen - Public 5 ist Geschichte

Im Schaukasten hängen immer noch die Speisekarte und die Öffnungszeiten. © Beate Rottgardt

Manuel Ribeiro hatte zehn Jahre lang das Vapiano-Restaurant an der Silberstraße in Dortmund geführt. Das „Public 5“-Konzept basierte darauf, dass im Restaurant für jeden etwas dabei sei.

Konzept nicht eindeutig genug

Genau das war wohl das Problem, vermutet Thorsten Lachmann, bei Getränke Gefromm Geschäftsführer des Gastronomiebereichs. „Das Konzept war aus meiner Sicht nicht eindeutig und wurde auch nach außen nicht verständlich genug transportiert“, so Lachmann. Es sei einfach zu vielschichtig gewesen. Lünen haben schon viele erfolgreiche italienische, griechische oder chinesische Restaurants.

Pasta und Burger könne man auch woanders essen. „Die portugiesische Küche bei Carlos ist erfolgreich, weil so etwas in Lünen noch fehlte.“ Ribeiro habe zwar über genügend Erfahrung im Gastronomiebereich verfügt, sowohl was Selbstständigkeit als auch Systemgastronomie betrifft, aber es sei ihm offensichtlich nicht gelungen, sein Konzept den Gästen deutlich zu machen.

Zudem habe er den Bierpreis sehr hoch angesetzt, wovon, so Lachmann, „wir ihm abgeraten haben.“ Das sei eine Entscheidung gewesen, die nicht dem Lüner Markt angepasst war. Obwohl er diesen „entscheidenden Fehler“ später korrigiert habe, war es wohl zu spät.

Suche nach neuem Pächter läuft

Jetzt ist die Krombacher Brauerei als Hauptpächter auf der Suche nach einem neuen Pächter für die Restaurant-Räume, wie eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage bestätigt: „Es gibt Interessenten und derzeit laufen Gespräche, um das Objekt schnellstmöglich wieder zu verpachten.“ Und auch Lachmann versucht, neue Interessenten zu finden, die das Restaurant übernehmen wollen: „Aber es ist schwer. Es gibt zwar wage Interessenbekundungen, aber noch nichts Konkretes“, sagt Lachmann.

Hausinhaber Acar erklärte, er habe zwar eine Telefonnummer von Ribeiro, dieser gehe aber nicht ans Telefon. Acar sieht die Sache pragmatisch: „So ist es im Leben, das ist kein Weltuntergang.“

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