Steag-Kraftwerk: Parkplatz ist jetzt auch Trainingsgelände des MSC Bork

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Nach einem Jahr ohne festes Trainingsgelände für die Nachwuchsfahrer ist der MSC Bork fündig geworden: Auf dem Parkplatz des Steag-Kraftwerks in Lünen. Samstag ging‘s im Slalom um Pylonen.

Lünen

, 14.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Als Stromlieferant ist das Lüner Steag-Kraftwerk seit drei Monaten aus dem Rennen. Die vergangene Betriebsamkeit ist jetzt stark gedrosselt und bietet nun im kleinen Rahmen Möglichkeiten für andere Aktivitäten.

So kann der MSC Bork den Mitarbeiterparkplatz vor der Verwaltung zeitweise als Trainingsgelände für seine Jugend benutzen. Übungsgelände zu finden sei schwierig geworden, ist von einem Vereinsmitglied zu hören, sonst sei man bei der Polizei in Bork zu Gast. Ein Jahr lang sei gesucht worden, dabei sei die Jugendarbeit ins Wanken geraten, berichtet Vorstandsmitglied Jürgen Hieke, der selbst aus der Jugendgruppe kam. „Wir brauchen eine Fläche, die plan ist. Die Karts sind nah am Boden, da eignet sich so ein Parkplatz ohne Bordsteinkanten“, erklärt Hieke.


Teilnehmer zwischen sieben und 18 Jahren

Am vergangenen Samstagnachmittag gab es von 14 bis 16 Uhr die zweite Trainingsstunde auf Lüner Gelände. Die Aktion mit der Jugendgruppe im Alter von sieben bis 18 Jahre läuft unter dem Gesichtspunkt Verkehrserziehung.

Sie umfasst Übungen mit dem Fahrrad, dem Motorroller und als Spannendstes natürlich das Slalomtraining mit dem Kart. Dazu wird die gesamte Parkfläche zum Parcours und mit Pylonen hergerichtet, durch die sich das Kart seinen Weg suchen muss.

Was die jungen Kartpiloten so drauf haben, bekommt man bei jedem Umlauf zu sehen. Gekonnt lassen sie ihre flache Flunder, die von einem Honda-Motor mit 6,5 PS angetrieben wird, durch die rot-weißen Hütchen schießen. Nach jeder Runde gibt es von Trainer Olaf Piel Manöverkritik und Tipps, wie man es noch besser machen kann.

Dann geht es auf die zweite Runde, wo jeder beweisen kann, dass es noch besser geht. „Man muss da klar vom Rennsport unterscheiden, hier geht es nicht unbedingt um schnell, sondern darum, fehlerfrei durch den Parcours zu kommen“, erläutert Hieke. Anschließend Fahrerwechsel, der nächste setzt sich den Helm auf, zieht die Handschuhe an und steigt in seine Sitzschale.

Fleißige Helfer unterstützen das Training

Für die sieben jungen Fahraspiranten an diesem Nachmittag sind eine ganze Menge Erwachsene mit dabei, die sich um die Organisation und den Parcoursaufbau kümmern. Und sie machen sie einerseits fit für die spätere Teilnahme am Straßenverkehr, andererseits aber auch für die Teilnahme an Wettbewerben im Kartsport.

Am kommenden Samstag ist wieder Training auf dem Parkplatz am Steag-Kraftwerk. „Wir sind sehr dankbar, dass wir hier trainieren dürfen, das ist nicht selbstverständlich“, betont Jürgen Hieke. Neue Gesichter beim Training seien immer gern gesehen, am besten mit einem kurzen Anruf vorab. Alle Infos gibt‘s beim MSC Bork.

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