Die Sperrung der Cappenberger Straße führt zu einer erhöhten Belastung an der Borker Straße. © Goldstein
Bauarbeiten

Stau wegen Sperrung der Cappenberger Straße wird Alltag bleiben

Besonders an der Kreuzung Borker Straße/Konrad-Adenauer-Straße staut sich in Lünen morgens der Berufsverkehr. Eine kurzfristige Lösung ist nicht in Sicht. Schleichwege helfen begrenzt.

Weil die Cappenberger Straße gesperrt ist staut sich der Verkehr. Auch auf der Umleitung. Eine Baustelle an der Kreuzung Borker Straße/Laakstraße wegen einer defekten Gasleitung erhitzte schon in den vergangenen Tagen die Gemüter, auf dem Sozialen Netzwerk Facebook.

Es stellt sich die Frage nach alternativen Routen oder anderen Maßnahmen. Viel Geduld brauchen Autofahrer an der Kreuzung Borker Straße/Konrad-Adenauer-Straße. Denn der Kreuzungsverkehr staut sich besonders im morgendlichen Berufsverkehr stark.

Hilft eine andere Ampelschaltung?

Dabei erscheint eine mögliche Lösung leicht griffbereit: Eine Änderung in der Ampelschaltung für Rechtsabbieger von der Borker Straße auf die Konrad-Adenauer-Straße. In Kombination mit einer eigenen Spur für Rechtsabbieger. So könnte ein großer Teil des Verkehrs schneller abfließen.

Theoretisch wäre eine veränderte Ampelschaltung möglich, teilt Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage unserer Redaktion mit. In der Praxis gebe es für die Ampeln aber keine anderen Signalzeitenpläne.

Diese steuern die Ampelschaltungen. Sie werden von Fachfirmen programmiert und dann in den Verkehrsrechner oder die Ampelanlage gespielt. „Neben dem Zeitaufwand verursacht das in der Regel hohe Kosten – fünfstellige Beträge sind bei großen Kreuzungen normal“, so Spangardt weiter. Hinzu käme, dass eine andere der Ampelschaltung an der Kreuzung den Verkehrsfluss auf dem Ring unterbrechen würde.

Die Cappenberger Straße ist noch bis zum 6. November gesperrt.
Die Cappenberger Straße ist noch bis zum 6. November gesperrt. © Goldstein © Goldstein

Sperrung von Stichstraßen hilft nicht

Während der Bauarbeiten an der Bebelstraße Ende August waren einige Stichstraßen kurzzeitig Sackgassen oder Einbahnstraßen. Vergleichbare Regelungen soll es während der der Sperrung an der Cappenberger Straße aber nicht geben.

Würde die Verwaltung andere Straßen sperren – etwa die Schulstraße, Steinstraße oder Ernst-Becker-Straße – müssten etwa Anwohner Umwege über die Laakstraße, die eigentlich Umleitung, fahren, um nach Hause zu kommen.

Dass die Schulstraße ein beliebter Schleichweg ist, der an einer Grundschule vorbeiführt, sei bekannt. Polizei und Ordnungsamt kontrollieren dort laut Spangardt zurzeit verstärkt.

Alternative über die Steinstraße

Umfahren werden kann die Sperrung auch über die Steinstraße. Als Umleitung ausgeschildert ist sie aber nicht. Das liegt laut Spangardt daran, dass „die Laakstraße im Verhältnis breiter, übersichtlicher und in einem deutlich besseren Zustand ist.“ Außerdem sei der Knotenpunkt Münsterstraße/Steinstraße/Barbarastraße bereits heute an der Kapazitätsgrenze.

Busse werden teilweise über die Steinstraße umgeleitet und auch ortskundige Autofahrer nutzen diesen Weg. „Das ist auch in Ordnung, weil es die eigentliche Umleitung auf der Laakstraße entlastet“, sagt Spangardt.

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Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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Matthias Stachelhaus

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