Standort der geplanten Biker-Anlage ist umstritten

BRAMBAUER Die Stadt Lünen steht dem Biker-Projekt an der Halde Tockhausen in der Sache positiv gegenüber. Allerdings tritt sie bei der Umsetzung zunächst noch auf die Bremse.

von Von Dieter Hirsch

, 11.07.2008, 17:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Solch spektakuläre Sprünge könnten bald auch auf der Biker-Anlage in Lünen zu sehen sein.

Solch spektakuläre Sprünge könnten bald auch auf der Biker-Anlage in Lünen zu sehen sein.

„Die bisher vorgelegten Unterlagen der Arbeitslosen-Initiative reichen weder der Stadt Lünen, dem RVR als Eigentümer, der Unteren Landschaftsbehörde Kreis Unna noch der Landesforstverwaltung aus, um eine exakte Prüfung des Vorhabens vornehmen zu können“, heißt es in der Stellungnahme des Stadtsprechers Reinhold Urner.

Weiterreichende Unterlagen

Diese weiterreichenden Unterlagen seien jedoch erforderlich, da die Biker-Anlage an dem vorgesehenen Standort nicht unumstritten sei. „Kommt alles. Wir sind mit dem RVR, dem Landesforstamt, Stadtgrün und dem Radsportverein im Gespräch“, reagiert Manfred Pöhland, Vorsitzender der Arbeitsloseninitative Lünen.Er geht davon aus, dass bis zum Freitag, 18. Juli, alles zusammen ist. Am Freitag gibt es nämlich einen Ortstermin der SPD-Brambauer u.a. mit den Jusos, an dem das Projekt vorgestellt wird. Die Jusos hatten sich bereits für die Biker-Anlage ausgesprochen.

Detailierte Pläne samt Streckenführung erforderlich

Die Abteilung Stadtgrün habe in einem Gespräch der Arbeitslosen-Initiative Hinweise zur weiteren Entwicklung des Projektes gegeben, so Reinhold Urner. „Zur Konkretisierung muss die AIL/RAG-Bildung detaillierte und prüfbare Bauunterlagen/Ausbaupläne mit genauer Streckenführung vorlegen sowie den Eingriffsumfang in den Forst, in Natur und Landschaft und in den eigentlichen Haldenkörper darstellen.“

Nutzungskonflikt mit stiller Erholung

Weiterhin sei eine schriftliche Erklärung des Radsportvereines erforderlich, das Areal zu übernehmen. Auch ein Versicherungsnachweis müsse vorgelegt werden. „Der erkennbare Nutzungskonflikt mit der stillen Erholung ist durch eine noch abzustimmende Standortwahl und geeignete Bau- und Sicherungsmaßnahmen zu minimieren.“ Urner weist darauf hin, dass ein politischer Entschluss zur Anlage noch nicht vorliege.

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