Stadtwerke Lünen wollen Mehrwertsteuersenkung an Kunden weitergeben

Strom, Gas und Wasser

Bis Ende des Jahres ist die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent gesenkt. Das soll auch den Kunden der Stadtwerke Lünen zugute kommen. Ein Foto des Zählerstandes kann dabei hilfreich sein.

Lünen

, 03.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Verbraucherzentrale rät, für die Senkung der Mehrwertsteuer den Zählerstand für Strom und Gas zum 30. Juni zu dokumentieren. Die Stadtwerke Lünen wollen jedoch aufgrund der Jahresrechnung den Mittelwert auf die einzelnen Monate umlegen.

Die Verbraucherzentrale rät, für die Senkung der Mehrwertsteuer den Zählerstand für Strom und Gas zum 30. Juni zu dokumentieren. Die Stadtwerke Lünen wollen jedoch aufgrund der Jahresrechnung den Mittelwert auf die einzelnen Monate umlegen. © picture alliance/dpa

Strom, Gas und Wasser werden in Lünen günstiger: Die Stadtwerke geben „selbstverständlich die Mehrwertsteuersenkung in voller Höhe weiter“, wie Sprecherin Jasmin Teuteberg auf Anfrage unserer Redaktion erklärte. „Dies betrifft alle Preise und Tarife unserer angebotenen Produkte und Leistungen.“

Auf der Website der Stadtwerke Lünen seien die Bruttopreise bereits mit 16 Prozent beziehungsweise beim Trinkwasser mit 5 Prozent Mehrwertsteuer ausgewiesen. Wie Jasmin Teuteberg weiter erklärt, ist eine Zwischenangabe der Zählerstände durch die Kunden nicht erforderlich: „Die Abgrenzung erfolgt automatisch mit Erstellung der Verbrauchs- beziehungsweise Jahresrechnung.“

Die Verbraucherzentrale NRW hatte Kunden geraten, den Zählerstand zum 1. Juli per Foto zu dokumentieren. „Rechnet der Energieversorger zeitanteilig ab und wurde der Zählerstand bei Strom und Gas nicht zum Stichtag 30. Juni 2020 mitgeteilt, wird der anteilige Verbrauch für die sechs Monate mit reduziertem Mehrwertsteuersatz geschätzt.“

Laut Jasmin Teuteberg schätzen die Stadtwerke Lünen jedoch nicht, sondern ermitteln aus dem Zählerstand zur Ablesung am Jahresende einen Mittelwert. „Dieser wird dann monatlich umgelegt.“ Natürlich dürfe jeder Kunde gerne seine Zwischenzählerstände mitteilen. „Erforderlich ist dies aufgrund der validen Berechnungsgrundlage jedoch nicht.“

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