Die Stadt-Insel wird 18 - gefeiert wird das ganze Jahr, zunächst aber wegen Corona eher virtuell. Am Samstag geht ein Geburtstags-Gottesdienst online, gestaltet von u.a. (v.l.) Jugendreferentin Esther van Hal, Jugendpfarrer Richard Zastrow und Gemeindepädagoge Dirk Berger. © Stadt-Insel
Kinder und Jugendliche

Stadt-Insel in Lünen wird volljährig: 18 Aktionen für 18 Jahre

Als das „Baby“ geboren wurde, war es ein befristeter Versuch. Doch das „Kind“ lernte schnell laufen und jetzt feiert es seinen 18. Geburtstag. Die Rede ist von der „Stadt-Insel“.

Die Feier zur Volljährigkeit der Stadt-Insel, dem Haus nicht nur für Kinder und Jugendliche der evangelischen Kirchengemeinde Lünen, läuft das ganze Jahr lang, startet aber erst einmal wegen der Corona-Pandemie virtuell. Im Frühjahr und Sommer soll es aber, so hofft Dirk Berger, auch reale Begegnungen in der Stadt-Insel geben.

Der Gemeindepädagoge hat die Stadt-Insel aus der Taufe gehoben, ist im übertragenen Sinne so was wie der „Vater“ des inzwischen volljährigen „Kindes“. Und wie fühlt sich das an? „Ich bin froh, dass es sich so prächtig entwickelt hat, dass es viele Menschen lieb gewonnen haben und es nicht mehr weg zu denken ist“, sagt Berger.

Als aus dem früheren Gemeindehaus der evangelischen Martini-Gemeinde in der Geist ein Haus für Kinder und Jugendliche wurde, sollte das Experiment Stadt-Insel erst einmal fünf Jahre dauern. Dass es jetzt schon 18 Jahre geworden sind, ist dem Engagement und der Fantasie vieler haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter zu verdanken. Und den vielen Besuchern, die das Haus mit Leben füllen.

„Wir sind gut in der Stadt angekommen und sehr gut vernetzt. Die gute Basis sind viele Menschen aus allen Bereichen“, sagt Berger. So ist die Stadt-Insel mittlerweile auch ein Zuhause für Gruppen von Senioren, wobei die meisten Aktivitäten für Kinder und Jugendliche sind. Berger: „Es ist ein richtiges Miteinander geworden.“

Imagefilm und virtueller Gottesdienst

Um die 18 Jahre zu feiern, wurde ein Imagefilm gedreht, der bereits auf der Homepage der Stadt-Insel abrufbar ist. „Der Dreh war in der Corona-Zeit nicht so einfach. Aber wir haben es geschafft, dass drei Kinder mitwirken konnten.“ Technisch beim Dreh unterstützt wurde das Team von Alexander Hauschopp. „Der Film richtet sich vor allem an Kinder, die unsere Einrichtung noch nicht kennen und sich über Angebote informieren möchten“, so Jugendreferentin Esther van Hal.

18 Aktionen, um die „Volljährigkeit zu feiern, sind in diesem Jahr geplant. Ab Samstag (23.1.) ist auf der Homepage ein virtueller Dankgottesdienst abzurufen. „Den haben wir in vielen verschiedenen Etappen gedreht. Jürgen Salamon hat uns technisch geholfen, sie zusammen zu stellen.“

Gerade arbeiten Berger, Praktikantin und Presbyterin Lea Thomas und Presbyter Björn Jankord an einer Ausstellung, die in erster Linie aber nicht nur im Internet präsentiert werden wird. „Wir denken auch daran, dass sie vielleicht in der Stadtkirche St. Georg gezeigt wird.“ Dafür wurden schon Bilderrahmen bestellt.

Zu sehen sind – passend zum 18. Geburtstag – 18 Menschen und Gesichter, die der Stadt-Insel ihren Stempel aufgedrückt haben, weil sie beispielsweise als Bundesfreiwilligendienst-Leistende, Zivildienstleistende oder Praktikanten dort gearbeitet haben.

Bastelset und Geocache statt Frühlingsmarkt

Der beliebte Frühlingsmarkt kann in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Deshalb können sich Kinder am 20. März an einem Fenster der Stadt-Insel ein Bastelset abholen. Und für Familien ist ein Geocache organisiert.

Im April sind 67 Ehemalige sowie Ehren- und Hauptamtliche zu einer kleinen Feier eingeladen. „Wir hoffen, dass das dann auch wirklich möglich ist,“ so Berger. Anfang Mai soll ein Gala-Essen für 18 Menschen stattfinden, die sich besonders um die Stadt-Insel verdient gemacht haben. Darunter auch einige Lüner, die vor 18 Jahren mit dafür gesorgt haben, dass die Stadt-Insel realisiert werden konnte.

Wegen Corona wird es in diesem Jahr zu Karneval natürlich keine 80er-Jahre-Party geben, dafür will man dann im Sommer eine Beach-Party organisieren.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
Zur Autorenseite
Beate Rottgardt

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.