Der St. Martinsumzug in Lünen-Süd fällt 2020 aus

dzLaternenumzug

In diesem Jahr werden die Kinder in Lünen-Süd nicht mit ihrer Laterne gehen können. Die IGS sagt den beliebten Martinsumzug ab, um die Kinder zu schützen.

Lünen-Süd

, 19.08.2020, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der St. Martinsumzug im Lüner-Süden fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Die Interessengemeinschaft der Süder Kaufleute (IGS), die den Umzug plant, sagte die Veranstaltung ab. „Es ist einfach zu unsicher. Wir können nicht garantieren, dass die Kinder die Sicherheitsabstände einhalten“, äußert sich der Vorsitzende Thomas Melson. Damit die überhaupt eingehalten werden könnten, müsste eine komplett neue Route geplant werden.

Außerdem ändern sich die Richtlinien vom Land je nach Sachlage - es könnte also sein, dass die Veranstaltung trotz reiflicher Planung abgesagt werden müsste. Dazu käme noch das Problem, dass die Kinder sich während des Umzuges „vermehren“. „Wenn wir mit 100 Kindern loslaufen, kann es sein, dass wir mit 300 aufhören. Die Kinder stehen an ihren Häusern und schließen sich uns an - das geht mit den aktuellen Corona-Richtlinien natürlich nicht“, sagt Melson.

„Wir wollen die Kinder nicht enttäuschen“

Es dürften nur die Kinder mitlaufen, die sich im Vorfeld angemeldet haben. Alle anderen könnten dann nur vom Fenster aus zuschauen und wären traurig, nicht mitgehen zu dürfen. „Bevor wir die Kinder enttäuschen oder gefährden, sagen wir den Umzug lieber ganz ab und hoffen, dass er im kommenden Jahr wie gewohnt stattfinden darf“, sagt Melson.

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