St.-Marien-Gemeinde trauert um Walter Rensing

Beliebter Pfarrer gestorben

Vor zwei Jahren feierte Walter Rensing die 65. Wiederkehr seiner Priesterweihe. Jetzt ist der beliebte langjährige Pfarrer von St. Marien gestorben - im Alter von 93 Jahren.

Lünen

, 04.06.2019 / Lesedauer: 3 min
St.-Marien-Gemeinde trauert um Walter Rensing

Rosen zum Abschied gab es für Walter Rensing 2004. Damals verabschiedete er sich nach 35 Jahren als Gemeindepfarrer von St. Marien. © Günther Goldstein

35 Jahre war Walter Rensing Gemeindepfarrer in St. Marien, als „radelnder Pfarrer“ bekannt und vor allem beliebt. Vor fast 15 Jahren verabschiedete sich der gebürtige Gronauer in den Ruhestand. Nun ist er am Freitag (31. Mai) im Alter von 93 Jahren gestorben.

„Ich hab mich hier immer wohl gefühlt“, sagte Rensing anlässlich seines Ruhestands. Deshalb blieb er auch in Lünen, zog erst nach Wethmar, verbrachte seine letzten Lebensjahre dann im Caritas-Altenzentrum St. Norbert. In den ersten Jahren half er auch noch vertretungsweise in den Gemeinden nördlich der Lippe aus.

Sein Eisernes Priesterjubiläum feierte er im Altenzentrum

Zu seinem 85. Geburtstag im Oktober 2010 feierte Rensing in St. Gottfried eine Messe. In Wethmar kümmerte er sich vor allem um Senioren, hielt aber auch aushilfsweise Gottesdienste – solange es seine Gesundheit erlaubte.

1952 wurde Rensing im Dom zu Münster zum Priester geweiht. Sein Eisernes Priesterjubiläum feierte er 2017 im Altenzentrum, zusammen mit seinem Kollegen und Freund Karl Niepagenkemper, mit dem er zusammen geweiht worden war.

St.-Marien-Gemeinde trauert um Walter Rensing

Pfarrer i.R. Karl Niepagenkemper (l.) und Pfarrer i.R. Walter Rensing feiern am 6. August "Eisernes Priesterjubiläum". © Beate Rottgardt

Rensings Theologiestudium begann er schon während seiner französischen Kriegsgefangenschaft, führte es dann in Münster und München fort.

Nach der Priesterweihe folgten Stationen in Wilhelmshaven, Borghorst und an einem Gymnasium in Marl. Danach leitete Rensing vier Jahre lang ein katholisches Internat in Ostbevern. Kurz nach Neujahr 1970 wurde er dann der neue Pfarrer der St. Marien-Gemeinde Lünen.

St.-Marien-Gemeinde trauert um Walter Rensing

Pfarrer em. Karl Niepagenkemper (2.v.r.) und Pfarrer em. Walter Rensing (3.v.r.) feierten ihr Diamantenes Priesterjubiläum 2012 mit einem stimmungsvollen Gottesdienst in der voll besetzten St. Marien Kirche. © Volker Beuckelmann

„Durch seine freundliche und den Menschen zugewandte Art und durch seine Bescheidenheit ist er bis heute vielen Menschen in guter und lebendiger Erinnerung geblieben“, so Pfarrer Michael Mombauer, Kirchenvorstand Ulrich Fischer und Jutta Beese (Pfarreirat) in ihrer Würdigung.

Bis zum Schluss habe Rensing „mit Interesse und wachem Verstand die Entwicklungen in Lünen und in der Kirche“ verfolgt.

Im Ruhestand wollte er sich vor allem mehr Zeit fürs Lesen nehmen. Noch bis ins hohe Alter war Rensing mit dem Fahrrad in Lünen unterwegs. Mit 85 sagte er: „Ich wüsste nicht einen Tag, an dem ich nicht gerne in Lünen gewesen bin.“

Gelegenheit zum Abschiednehmen

Am Donnerstag (6.6.) wird der Sarg von Walter Rensing von 16 bis 19 Uhr in der Kirche St. Marien aufgebahrt. Um 19 Uhr wird die Totenvesper gebetet. Die Abendmesse um 19 Uhr in St. Norbert entfällt an diesem Tag.

Die Eucharistiefeier zur Beisetzung ist am Freitag (7.6.) um 10 Uhr in der Kirche St. Marien. Die Beisetzung ist anschließend auf dem katholischen Friedhof, Alstedder Straße. Die Eucharistiefeier um 8.30 Uhr in St. Marien entfällt.

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