Spielplätze in Lünen öffnen: Stadt präzisiert Verantwortung der Eltern

Auf Hygiene achten

Ab Donnerstag sind in Lünen die Spielplätze wieder geöffnet - allerdings nicht alle, wie die Stadt mitteilt. Außerdem hat sie die Verhaltensregeln präzisiert, auf die Eltern in Corona-Zeiten achten müssen.

Lünen

, 06.05.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Spielplätze wie hier an der Hoffmannstraße in Lünen-Süd sollen ab Donnerstag (7.5.) wieder öffnen - allerdings nicht alle auf einmal.

Spielplätze wie hier an der Hoffmannstraße in Lünen-Süd sollen ab Donnerstag (7.5.) wieder öffnen - allerdings nicht alle auf einmal. © Goldstein (A)

Eine Sache ist von vornherein klar: Die Abstandsregeln, die seit mehr als sieben Wochen in Kraft sind, gelten auch auf den Spielplätzen weiter - aber natürlich nicht für Kinder. „Wir können schlecht ein Kind, das auf einem Spielplatz herumtobt, mit 200 Euro Bußgeld belegen“, hatte Frank Knoll, persönlicher Referent des Bürgermeisters, zu Beginn der Krise gesagt.

Ab Donnerstag (7.5.) ist das Spielen auf Spielplätzen nun wieder offiziell erlaubt. Allerdings öffnet die Stadt nicht alle Anlagen auf einmal, sondern nach und nach, wie Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Nachfrage erläutert: „Geschlossen bleiben erstmal Sportanlagen wie Bolzplätze, die Skater-Anlage auf dem Theaterparkplatz und die Bike-Anlagen, weil die Corona-Schutzverordnung explizit von ,Spielplätzen‘ spricht.“

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Außerdem bleibt der Spielplatz am Tobiaspark gesperrt. „“Wegen der hohen Frequenz an der Stelle haben wir die Sorge, dass es dort sehr schwierig ist, das Ansammlungsverbot einzuhalten“, so Spangardt.

Erst Sicherheitsprüfung, dann Freigabe

Ferner bittet die Stadt um Verständnis dafür, dass die Absperrungen ab morgen sukzessive entfernt werden. „Es kann auch noch bis übermorgen dauern, bis alle Spielplätze offen sind.“ Wenn die Mitarbeiter der Stadt das rot-weiße Flatterband entfernen, würden sie nach der langen Schließzeit auch gleich eine Sicherheitskontrolle vornehmen. „Deswegen sollte dort, wo noch abgesperrt ist, auch noch nicht gespielt werden“, bittet Spangardt.

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns hatte im Video-Chat mit unserer Redaktion erklärt, dass die Verantwortung nun vom Land und der Stadt auf die Eltern übergehen würde. Diese neue Pflicht orientiert sich natürlich an den Regeln, die bereits seit Wochen gelten. Das bedeutet vor allem: Abstand von mindestens 1,50 Meter zur nächsten Begleitperson.

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Allerdings ergänzt die Stadt: „Wir bitten darum, dass Betreuungspersonen auf die Hygiene achten und beispielsweise dafür sorgen, dass Kinder sich vor und nach dem Spielplatzbesuch die Hände waschen oder desinfizieren.“ Betreuungspersonen sollten auch eigenverantwortlich abschätzen, ob ein Spielplatz vielleicht schon zu voll ist.

Abstandskontrolle durch Begleitpersonen

Grundsätzlich liege die Eigenverantwortung bei jedem Erziehungsberechtigten: Gehe ich mit meinem Kind auf den Spielplatz oder nicht? Diese Entscheidung sollte man vor allem dann gut abwägen, wenn die Kinder - oder ihre Begleitpersonen - erkältet oder verschnupft sind.

Darüber hinaus ist auch klar, dass das Ordnungsamt nicht in der Lage ist, die Spielplätze zu kontrollieren. Und während zum Beispiel in Supermärkten jeder Einkaufswagen nach der Benutzung desinfiziert wird, ist das mit Turnstangen und Schaukeln auf Spielplätzen nicht möglich.

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