Sperrstunde in Lünen: Auch ein Kiosk verliert eine wichtige Einnahmequelle

Coronavirus

Die Maßnahmen gegen die Verbreitung von Covid-19 werden drastischer. Die Sperrstunde wird noch strenger. Was bedeutet das für betroffene Geschäfte in Lünen?

Lünen

, 15.10.2020, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Babylon Kiosk auf der Münsterstraße in Lünen ist von der Sperrstunde ebenfalls betroffen.

Der Babylon Kiosk auf der Münsterstraße in Lünen ist von der Sperrstunde ebenfalls betroffen. © Witzig

Der Kreis Unna legt noch einmal schärfere Corona-Regeln nach. Damit reagiert die Behörde auf den bundesweiten Beschluss zu strengeren Maßnahmen für Gebiete mit einem Inzidenzwert über 50. Unter anderem beginnt die Sperrstunde mit Verkaufsverbot für Alkohol schon um 23 Uhr statt wie zuvor entschieden um 1 Uhr.

Von der Sperrstunde sind auch Tankstellen und Kioske betroffen. Diese dürfen ebenfalls ab 23 Uhr bis 6 Uhr in der Früh keinen Alkohol mehr verkaufen. Damit soll unterbunden werden, dass sich Leute in Gruppen zusammenfinden.

Die meisten Tankstellen und Kioske schließen vor der Sperrstunde

Die meisten der Lüner Tankstellen und Kioske schließen regulär schon vor der Sperrstunde ihr Geschäft. Für die wenigen, die es nicht tun, fällt mit dem Verkaufsverbot auch eine Einnahmequelle weg. Einer von ihnen ist Masoud Alhaji, Betreiber des Kiosks „Babylon“ an der Münsterstraße in Lünen. „Es ist schon gut, wenn man nachts Alkohol verkaufen kann“, sagt er, „nur Zigaretten zu verkaufen, lohnt sich finanziell nicht wirklich.“ Für ihn sei es schwierig zu entscheiden, ob er den Kiosk im Rahmen dieser Regelungen nachts geschlossen halten soll.

„Viele meiner Kunden kommen auch aus Lünen-Süd extra her. Wenn ich geschlossen habe, verliere ich auch viele Kunden“, sagt Alhaji. Und finanzielle Unterstützung vom Staat habe er bisher nicht erhalten.

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