So sorgt der städtische Abwasserbetrieb SAL für die Sicherheit seiner Mitarbeiter

Arbeitsschutz

Beim Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen (SAL) hat erneut die Prüfung in Sachen Arbeitsschutz erfolgreich gemeistert. Sachgebietsleiter Jörg Klaer erläutert, worauf es ankommt.

Lünen

25.08.2019, 09:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen (SAL) unterhält in Lünen diverse Abwasseranlagen, damit das anfallende Wasser der Haushalte schadlos abgeleitet werden kann. Hierzu gehören neben einem 330 Kilometer langen Kanalnetz Pumpwerke und andere Sonderbauwerke, die zum Teil tief unter der Erde liegen.

Diese Anlagen müssen vor Ort kontrolliert und instandgesetzt werden. Darum kümmern sich beim SAL 11 Mitarbeiter - inklusive 2 Auszubildenden des Kanalbetriebs.

Tonnenschweres Saugfahrzeug

Zum Fuhrpark zählen 5 Fahrzeuge, eines davon ist das 36 Tonnen schwere Saug- und Spülfahrzeug, welches unter anderem zum Reinigen der Kanalisation und zum Absaugen von Schlamm und Feststoffen aus Pumpensümpfen genutzt wird. Meistens ist das Fahrzeug mit einer 2-Mann-Besatzung unterwegs.

Bei den Reinigungsarbeiten sind nach Angaben von Jörg Klaer, SAL-Sachgebietsleiter Kanalbetrieb, folgende Dinge besonders wichtig:

„Teamgeist und Verlässlichkeit sowie die passende persönliche Schutzausrüstung.“

Schutz- und Warnkleidung

Die persönliche Schutzausrüstung umfasse neben der Arbeitskleidung (Schutz- und Warnkleidung, Kopfschutz, Handschutz, Gehörschutz, Augen- und Gesichtsschutz, Fußschutz und Atemschutz) auch diverse Geräte (Selbstretter, Auffanggurte inklusive Verlängerung) und werde den Gefährdungen der jeweiligen Tätigkeit angepasst, sagt Jörg Klaer weiter:

„Die Ausrüstung muss regelmäßig überprüft werden, denn in den zu reinigenden Abwasseranlagen lauern unterschiedlichste Gefahren. So können zum Beispiel toxische Dämpfe aufgrund von chemischen Umsetzungsprozessen im Abwasser (Schwefelwasserstoffe) auftreten. Aber auch Explosionsgefahren, biologische Gefährdungen (Krankheitserreger) und Absturzgefahren können vorhanden sein.“

Schulungen zur Personenrettung

Neben der Schutzausrüstung werden die Mitarbeiter den Angaben zufolge regelmäßig geschult - zum Beispiel im Retten von Personen.

„Dies kann im Einsatz notwendig werden, wenn ein Kollege etwa im Kanal verunglückt oder sogar bewusstlos wird. Aus diesem Grund müssen Mitarbeiter, die eine Anlage betreten, immer einen Gurt zum Anseilen tragen und vorher den Kanal auf gefährliche Gase durch ein Warngerät prüfen – erst dann darf eingestiegen werden“, sagt Klaer.

Zu den weiteren Schutzmaßnahmen zählen Hygienemaßnahmen. An vielen Abwasseranlagen bestehen für die Mitarbeiter Waschgelegenheiten, und auf den Fahrzeugen sind mobile Wascheinrichtungen vorhanden.

So sorgt der städtische Abwasserbetrieb SAL für die Sicherheit seiner Mitarbeiter

SAL-Chefin Daniela Fiege (v.l.), Andrea Zimmermann und Jörg Klaer freuen sich über die erneute Rezertifizierung in Sachen Arbeitsschutz. © SAL

Unterdessen weist Betriebsleiterin Daniela Fiege darauf hin, dass beim SAL Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement seit 2010 groß geschrieben wird:

„Gesunde und motivierte Mitarbeiter sind der Schlüssel zum nachhaltigen und wirtschaftlichen Erfolg. Durch die externen Prüfer werden immer wieder unsere eigenen Abläufe kritisch hinterfragt.“

Geringe Unfall- und Krankenquoten

Der Vorteil für den SAL, sagt Fiege weiter, seien weniger Störungen im Betriebsablauf, klar geregelte Prozesse, geringe Unfall- und Krankenquoten und ein gesteigertes Sicherheitsbewusstsein in der Mitarbeiterschaft.

„Auch 2018 wurde der SAL wieder erfolgreich rezertifiziert in punkto Arbeits- und Gesundheitsschutz und das sogar nach neu eingeführter Norm – der DIN ISO 45001. Die neue Norm legt ihre Schwerpunkte auf den präventiven Schutz der Mitarbeiter“, sagt Andrea Zimmermann, Managementbeauftragte im SAL.

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