Seepark Horstmar: Lüner Anwohner sind außer sich und wollen sofort ein Grillverbot

dzSeepark

Die Bewohner in Lünen Horstmar stellen einen Eilantrag, schon wieder. Die Umstände im und um den Seepark herum seien nicht hinnehmbar. Sie sorgen sogar für Überlegungen von dort wegzuziehen.

Horstmar

, 19.07.2019 / Lesedauer: 3 min

In Lünen Horstmar gibt es immer wieder Diskussionen und Ärgernisse über den Seepark. Die Anwohner fühlen sich dort zunehmend belästigt und nicht mehr zu Hause. Erst am 11. Juli war der Eilantrag der GfL für ein Grillverbot am Seepark in Horstmar gescheitert. Ein erneuter Bürgerantrag auf Grillverbot am See soll endlich wieder Ruhe bringen.

Zu einem Ortstermin am Donnerstagabend (18.) um 18.30 Uhr gesellten sich auch die FDP, die CDU, die GFL sowie die Piraten. Die Grünen und die SPD fehlten. Von der Stadtverwaltung waren der persönliche Referent des Bürgermeisters, Frank Knoll, und der Leiter des Ordnungsamtes, Bernd Wiesner, anwesend.

Rund 60 Anwohner waren zusammengekommen und diskutierten angeregt über die sich zuspitzende Lage am Seepark.

Seepark Horstmar: Lüner Anwohner sind außer sich und wollen sofort ein Grillverbot

Rund 60 Anwohner hatten sich auf dem Fußballplatz am Seepark versammelt, um über die Situation zu sprechen und ihrem Ärger Luft zu machen. © Blaszczyk

„Am Wochenende ist es am Seepark nicht mehr zu ertragen“, sagt Gabriele Püttschneider. Sie ist Anwohnerin und war bei der Versammlung auf dem Fußballplatz im Seepark Horstmar ebenfalls dabei. Für die Anwohner sei am Seepark kein Platz mehr, von überall her strömten Bade- und Grillgäste, die die Umgebung zumüllen und laute Partys feiern würden.

So wäre es nicht mehr möglich, abends auf dem eigenen Balkon zu sitzen, mit den Kindern einen Spielplatz zu besuchen, da dort überall Glasscherben lägen oder gar zu schlafen.

Bürger fordern sofortiges Grillverbot per Eilantrag

„Ein sofortiges Grillverbot muss ausgesprochen werden“, das fordern die Seepark-Anwohner. Die FDP, CDU, GFL und die Piraten unterstützen das Vorhaben. Laut Gabriele Püttschneider sträubten sich nur die SPD und die Grünen. Mit einem Eilantrag soll nun erneut ein solches Verbot erwirkt werden.

Am 15. August tagt der Rat erneut. „Da in der vergangenen Ratssitzung nicht alle Tagesordnungspunkte bearbeitet werden konnten, wird es eine Sondersitzung des Rates geben“, sagt Benedikt Spangardt, Stadtsprecher. In dieser Sitzung können wie immer Anträge gestellt werden.

Am Freitagmorgen (19.) lag dem Rat, nach Angaben des Stadtsprechers, noch kein Antrag für ein Grillverbot am Seepark vor. Dieser müsse als Eilantrag formuliert werden. „Dann würde der Rat zu Beginn der Sitzung am 15. August über die Eilbedürftigkeit des Antrages abstimmen. Bei einer Zustimmung käme der Antrag auf die Tagesodnung“, sagt Benedikt Spangardt.

Anwohner ziehen Umzug in Betracht

Gabriele Püttschneider sagt: „Im letzten Sommer gab es vorübergehend ein Grillverbot und das hat gewirkt, wir konnten abends endlich mal auf dem Balkon sitzen und wieder vor der eigenen Haustür parken.“ Das sei ohne ein Grillverbot nicht möglich. „Es gibt Anwohner, die wollen jetzt deshalb ihr Haus verkaufen und umziehen, weil sie nicht mehr zur Ruhe kommen“, so Püttschneider.

Seit am Phönixsee in Dortmund ein Grillverbot herrsche, müsse der Seepark als Alternative herhalten. „Ist doch klar, über Mundpropaganda wird denen doch erzählt, dass man in Lünen alles darf“, so die Seepark-Anwohnerin. Lüner würden seit längerem nicht mehr in den Park gehen. Ein Mann habe es gewagt einem Falschparker zu sagen, dass er da nicht parken dürfe „da ging der Falschparker auf den Anwohner los.“

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