Schwerer Diebstahl für 30 Euro Beute: Richter macht kurzen Prozess in Lünen

Gerichtsprozess

Wegen schweren Diebstahls hätte ein Dortmunder sich vor dem Lüner Amtsgericht verantworten sollen. Er erschien nicht vor Gericht. Teuer kam ihn das Ganze dennoch zu stehen.

von Sylvia Mönnig

Brambauer

, 19.12.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei einem schweren Diebstahl hat ein 22-Jähriger eine Metalltür zu Vereinsräumen in Lünen aufgehebelt. Er hoffte wohl auf fette Beute. (Symbolbild)

Bei einem schweren Diebstahl hat ein 22-Jähriger eine Metalltür zu Vereinsräumen in Lünen aufgehebelt. Er hoffte wohl auf fette Beute. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

In der Hoffnung auf fette Beute brach ein Dortmunder offenbar in die Räume eines Lüner Vereins in Brambauer ein. Nun hätte sich der 22-Jährige wegen Diebstahls im besonders schweren Fall verantworten sollen.

Am Nachmittag des 15. Oktober vergangenen Jahres, so zumindest der Vorwurf gegen den bereits einschlägig in Erscheinung getretenen Mann, hebelte der die Eingangstür zu den Räumlichkeiten einer Nachbarschaftshilfe auf.

In den Räumen brach er einen verschlossenen Metallschrank auf und nahm aus einer Kassette etwa zehn Euro Kleingeld. Aus einer Geldmappe, die sich an anderer Stelle befand, soll er zudem 20 Euro in Scheinen eingesteckt haben.

Ärger über leere Anklagebank

Jetzt hätte der 22-Jährige deshalb im Amtsgericht auf der Anklagebank sitzen sollen. Sein Platz blieb zur bösen Überraschung seiner Verteidigerin leer. Und auch für das Gericht war das unentschuldigte Fehlen des Angeklagten mehr als ärgerlich, da drei Zeugen ungehört wieder entlassen werden mussten.

Unter den Umständen machte der Strafrichter im wahrsten Sinne des Wortes kurzen Prozess. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Dortmunder in Abwesenheit per Strafbefehl zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und darüber hinaus zur Ableistung von 100 Sozialstunden verurteilt.

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