Schulstart in Lünen am 23. April: Mehr Handtücher, mehr Desinfektion

dzAbschlussprüfungen

Prüflinge sollen ab dem 23. April wieder die Schule besuchen dürfen - auf freiwilliger Basis. In Lünen hat sich eine Planungsgruppe gegründet, die die nötigen Rahmenbedinungen schaffen soll.

Lünen

, 16.04.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage erklärte, gehören Vertreter der Schulleitungen dieser Gruppe an. Die Leitung hat der zuständige Dezernent Horst Müller-Baß. Als erstes habe man an den Schulen eine Abfrage gestartet, um zu erfahren, welche Räume gebraucht werden: „Das dient der besseren Planung“, so Spangardt. „Die Sporthallen werden nach Auskunft der Schulleiter voraussichtlich nicht genutzt werden.“

Am Donnerstagmittag hatte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) den Fahrplan für die Rückkehr der Schüler skizziert. Demnach sollen zunächst Prüflinge der zehnten Klassen sowie Abiturienten ab dem 23. April unterrichtet werden - auf freiwilliger Basis. Der Start der Abiturprüfungen war zuvor bereits vom 21. April auf den 12. Mai verschoben worden.

Lehrkräfte beginnen am 20. April mit dem Dienst. Allerdings dürfen nur die Lehrer zurückkehren, die „nicht zu einer vordefinierten Risikogruppe gehören“, so Gebauer. Dazu zählen neben älteren Pädagogen auch solche, die an einer Vorerkrankung leiden.

In den Grundschulen werden laut Schulministerium zunächst die Viertklässler wieder am Unterricht teilnehmen können - allerdings erst ab dem 4. Mai, wenn nach jetzigem Stand auch die aktuellen Regelungen zum Kontaktverbot auslaufen.

Dreimal täglich kommen die Reinigungskräfte

Neben dem nötigen Abstand zwischen einzelnen Personen stellen vor allem die Hygienevorschriften eine Herausforderung dar. „Der Plan sieht vor, dass in den Schulen, die wieder öffnen, dreimal täglich eine Reinigung und Flächendesinfektion durch ZGL (Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen, d. Red.) durchgeführt wird“, sagt Benedikt Spangardt.

Zusätzliche Reinigungen würden nach Bedarf vorgenommen. „Es wird großer Wert auf Händehygiene gelegt, am besten mit Flüssigseife und Papierhandtüchern.“ Das Vorhandensein von Tüchern und Flüssigseife solle häufiger kontrolliert werden, ansonsten liege die Verantwortung für die Einhaltung der Regeln bei den Schulen, so der Stadtsprecher weiter.

Die Stadt hat ebenfalls Kontakt zu den Verkehrsbetrieben Unna (VKU) aufgenommen, um die Schülerbeförderung per Bus sicherzustellen. Sollten Eltern weitere Fragen zur Wiederaufnahme des Unterrichts haben, können sie sich direkt an die betreffende Schule wenden.

Notbetreuung bleibt bestehen

Für alle anderen Kinder bleibt auch nach den Osterferien die Möglichkeit der Notbetreuung bestehen. „Ob es notwendig wird, die Betreuung auszuweiten, können wir heute noch nicht sagen“, erklärt Spangardt. „Wir wären aber darauf vorbereitet.“

Seit Beginn der Maßnahmen seien es an allen Lüner Schulen zusammengerechnet bisher „wöchentlich immer um die 50 Schüler in der Betreuung“ gewesen. „Bei den Kitas sind es aktuell 105 Kinder in Kitas und 20 in der Tagespflege.“

Anm. d. Red.: In einer früheren Version dieses Textes hatten wir geschrieben, dass alle Schulleitungen der Projektgruppe angehören. Das ist nicht korrekt - tatsächlich sind Vertreter aus dem Sprecherkreis der Schulleitungen an der Gruppe beteiligt.

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